E.ON steigert Gewinn deutlich

18. August 2003, 17:28
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Analystenerwartungen leicht übertroffen - 3.500 Arbeitsplätze werden abgebaut

Düsseldorf - Der Energiekonzern E.ON hat vor allem durch die Einbeziehung seiner neuen Tochter Ruhrgas seinen Betriebsgewinn im ersten Halbjahr 2003 deutlich erhöht. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen von Analysten aber nur leicht. Der Betriebsgewinn stieg um 19 Prozent auf 2,68 Mrd. Euro, teilte E.ON am Donnerstag in Düsseldorf mit. Branchenexperten hatten einen Betriebsgewinn von 2,53 Mrd. Euro vorausgesagt.

Der Konzernüberschuss fiel im Halbjahr mit 2,75 Mrd. Euro indes 19 Prozent niedriger aus als vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr sagte E.ON wegen erwarteter hoher Erlöse aus Desinvestitionen allerdings eine Steigerung des Überschusses voraus. Das Betriebsergebnis des Konzerns soll der jüngsten Prognose zufolge 2003 das Vorjahresergebnis übertreffen.

Im Rahmen seiner neuen Konzernstrategie will E.ON bis 2005 zwischen 26 und 28 Mrd. Euro investieren. Schwerpunkt seien die europäischen Märkte. Bis 2006 hat sich Deutschlands größter Energiekonzern darüber hinaus zum Ziel gesetzt, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um zwei Mrd. Euro auf 6,7 Mrd. Euro zu steigern. Dazu dürften Ruhrgas und die britische Tochter Powergen etwa 1 Mrd. Euro beitragen. Bis 2006 will E.ON seine Dividende im Durchschnitt um einen zweistelligen Prozentbetrag steigern.

3.500 Arbeitsplätze werden abgebaut

E.ON baut etwa 3.500 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2006 ab. Rund zwei Drittel davon entfielen auf das Inland, teilte der E.ON-Vorstand mit. Ein Drittel beträfen Aktivitäten im Ausland. Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Gegenwärtig sind im E.ON-Energiebereich rund 64.000 Mitarbeiter tätig. Der Konzern will seine internen Strukturen straffen und damit die Kosten deutlich senken. (APA/Reuters)

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