Der letzte Weg des Luchino Visconti

14. August 2003, 16:28
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Die Asche des 1976 verstorbenen Regiestars wurde nun auf Ischia beigesetzt - Die Villa wird Pilgerstätte, das Internet ist es schon

Rom - Mehr als 27 Jahre nach seinem Tod ist der italienische Star-Regisseur Luchino Visconti auf Ischia beigesetzt worden. Eine Urne mit seiner Asche wurde am Dienstag bei einer privaten Feier im Garten seiner Villa auf der vor Neapel gelegenen Insel begraben, berichteten italienische Zeitungen. Visconti hatte seine letzten Lebensjahre auf Ischia verbracht.

Ab September soll der Park der Villa La Colombaia für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. La Colombaia ist jetzt Sitz einer Stiftung, die sich der Dokumentation von Viscontis Werk verschrieben hat.

Anlass für einen kleinen Web-Streifzug, wo sich schon einiges an Würdigung angesammelt hat: Als eine kleine inoffizielle Zentrale fungiert dabei die Seite luchinovisconti.net, die in ihrem Link-Sektor unter anderem zur colombaia.org führt, zur "Fondazione La Colombaia di Luchino Visconti" somit. Weiters zur aufwändig gestalteten französischen Fan-Seite von Emmanuel Denis, zum amikalen englischen Konkurrenten brunosaracchi.homestead.com - und zu reizenden Kuriosa, wie dem von "Sho, Japanese woman" errichtete Online-Altar für Österreichs melo-glamourös gescheiterten Starexport Helmut Berger, der helmut-berger.com.

Womit die Webseiten punkten, mag angesichts Viscontis fimischem Oeuvre, das in Neorealismus, Zeitporträts wie Historienstoffen dem Willen zur Opulenz der Opernbühnen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachfolgte, wenig überraschen: Auf optimierte Schönheit gedrillte Darstellerinnen und Darsteller in adäquaten Posen, Kostümen und Dekors. (hcl/APA)

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    Visconti, 1948

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