Zur Sucht nach Stars

16. August 2003, 16:36
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US-Studie ging dem "Celebrity Worship Syndrome" nach

Paris - Rund ein Drittel der Menschen sind einer Studie zufolge berühmten Persönlichkeiten mehr oder minder tief zugeneigt. Eine solche Verehrung gleite allerdings in vielen Fällen ins Krankhafte ab, behauptet eine psychologische Studie laut der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "New Scientist".

Um Auswirkungen und Abstufungen des "Celebrity Worship Syndrome" zu erforschen, befragten die Psychologen Lynn McCutcheon von der DeVry Universität in Florida und James Houran von der Southern Illinois Universitiy School of Medicine mehr als 600 Testpersonen. Auf einem Fragebogen sollten diese beurteilen, ob bestimmte Aussagen auf sie zutreffen - zum Beispiel: "Ich bin besessen von Einzelheiten aus dem Leben meines Lieblingsstars" oder "Wenn er/sie mich um illegales Handeln bäten, würde ich es wahrscheinlich tun".

Rund 20 Prozent der Befragten gaben demnach an, ihr Idol aus sozialen Gründen und aus Amüsement zu verehren. Schon der nächste Zuneigungsgrad sei aber von einer "intensiven persönlichen" Bindung geprägt: Die Fans glaubten an eine tiefere Verbundenheit mit den Angehimmelten. Die Verehrung gehe hierbei bereits in Abhängigkeit über. Dieser Gruppe, in der es im schlimmsten Fall zu Persönlichkeitsstörungen kommen könne, gehörten laut Studie etwa zehn Prozent der Testpersonen an. (APA)

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