Vorarlberg: 33 deutsche Urlauberkinder an Brechdurchfall erkrankt

15. August 2003, 16:48
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Möglicherweise ist die mitgenommene Jause beim Transport in der Hitze verdorben

Bregenz - Einen ärztlichen Großeinsatz löste eine deutsche Reisegruppe in der Nacht auf Donnerstag in Zwischenwasser in Vorarlberg aus: 33 Kinder und zwei Betreuer litten unter Brechdurchfall. Vier der Kinder mussten ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert werden, die anderen wurden vor Ort versorgt.

"Es handelt sich ziemlich sicher um eine Lebensmittelvergiftung", sagte der Amtsarzt der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch, Kurt Knapp, der APA. Die Ursache wird nun ermittelt.

Die Gruppe aus dem Ruhrgebiet ist in einem Ferienheim in der Gemeinde Zwischenwasser untergebracht. Da die ganze Gruppe unter Brechdurchfall litt, rief sie gegen 0.45 Uhr die Rettung. Diese rückte wegen der Vielzahl an Patienten gleich mit drei Rettungsfahrzeugen aus. Drei Ärzte - der Dienst habende Notarzt, ein Kinderarzt und ein praktischer Arzt - versorgte die Erkrankten großteils vor Ort mit Infusionen. Vier der Kinder wurden auf Grund ihres Zustands ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.

Die Ursache der Erkrankungen dürfte eine Lebensmittelvergiftung sein: Die Gruppe soll laut Amtsarzt ihre Lebensmittel aus Deutschland mitgebracht haben. "Das Ereignis ist daher lokal und wird keine weiteren Kreise ziehen", so Knapp gegenüber der APA. Möglicherweise seien die Lebensmittel beim Transport in der Hitze verdorben oder es seien bei der Verarbeitung im Ferienheim Keime eingebracht worden.

Die vorhandenen Lebensmittel in dem Heim wurden jedenfalls sichergestellt, sie werden untersucht. Mit einem Ergebnis sei "in ein paar Tagen zu rechnen", so Knapp. (APA)

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