SCO "entzieht" IBM weitere Lizenz

21. August 2003, 07:34
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SCO "antwortet" auf Klagen von IBM

Fünf Monate hat die Linux-Gemeinde zum großen Teil nur mit Erstaunen, manchmal auch wütend auf die Behauptungen der SCO-Group reagiert, in das Betriebssystem Linux seien unrechtmäßiger Weise Programmteile integriert worden, für die SCO die alleinigen Rechte besitze. In der vergangenen Woche nun sind mit dem Computerkonzern IBM und dem Linux-Unternehmen Red Hat gleich zwei Firmen in die rechtliche Gegenoffensive gegangen.

Klagen

SCO, das Rechte an einigen Unix-Teilen besitzt, hat IBM auf drei Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, weil der Konzern widerrechtlich Unix-Bestandteile in Linux integriert haben soll. IBM wies dies jetzt als falsch zurück und forderte vom Gericht, die Klage abzuweisen. SCO erwecke fälschlicher Weise den Eindruck, das sie Rechte an Unix habe, die es erlaubten, nicht nur alle Unix-Techniken, sondern auch Linux zu kontrollieren. IBM warf SCO vor, mit seinem Produkt Unixware gegen "nicht weniger als vier" Patente von IBM zu verstoßen. Red Hat fordert eine richterliche Klarstellung, dass die verwendete Software nicht die Rechte von SCO verletze.

Eine Lizenz weniger

Am Mittwoch "antwortete" SCO Group – das Unternehmen entzog der IBM-Tochter Sequent die Unix System V-Lizenz. Ein Schritt der bereits im Juni dieses Jahres das IBM-Unix AIX getroffen hatte. Als Grund nannte SCO erneut die unlautere Weitergabe von Quellcode und Entwicklungsmethoden an die Linux-Gemeinde. Ergänzend betonte man, dass Kunden nun keine Lizenzen mehr für IBM/Sequents Dynix-Software erwerben sollten. (Red)

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