UN-Bericht warnt vor Wiederbewaffnung in Cote d'Ivoire

16. August 2003, 15:51
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Humanitäre Krise verstärkt sich - Noch 800.000 Vertriebene im Land

New York - Fast sechs Wochen nach dem offiziellen Friedensschluss in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) warnen die Vereinten Nationen vor einer Wiederbewaffnung in dem westafrikanischen Land. Es gebe "bestätigte Informationen" über eine Wiederbewaffnung der Regierungstruppen und einen entsprechenden "Verdacht" bezüglich der Rebellen, heißt es in einem am Mittwoch (Ortszeit) in New York veröffentlichten Vierteljahresbericht von UN-Generalsekretär Kofi Annan.

"Diese Waffenkäufe untergraben das Vertrauen zwischen den beiden Konfliktparteien und könnten den Entwaffnungsprozess der Rebellenarmee stören", heißt es in dem Bericht. Zugleich stecke das Land in einer "humanitären Krise", welche durch die sich weiter verschlechternde Wirtschaftslage noch verstärkt werde. 800.000 Vertriebene gebe es noch im Land; mehr als eine halbe Million Ausländer seien wegen der fremdenfeindlichen Spannungen außer Landes geflohen.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und mehreren Rebellengruppen hatten im September vergangenen Jahres begonnen. Die drei wichtigsten Rebellengruppen schlossen sich zusammen. Ende Jänner wurde in Paris ein Waffenstillstand vereinbart, auf dessen Basis am 3. April eine Regierung der nationalen Einheit gebildet wurde. Am 5. Juli wurde offiziell Frieden geschlossen. (APA)

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