Chile: Landesweiter Streik von Gewalt überschattet

16. August 2003, 19:03
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270 Festnahmen - 14 Polizisten verletzt

Santiago de Chile - Beim ersten landesweiten Streik in Chile seit dem Ende der Pinochet-Diktatur vor 13 Jahren sind 270 Demonstranten festgenommen worden. 14 Polizisten wurden bei den zum Teil heftigen Auseinandersetzungen am Vortag verletzt, wie die Sicherheitskräfte am Donnerstag mitteilten. Eine regelrechte Straßenschlacht entwickelte sich zwischen Streikenden und Polizisten auf einer Hauptstraße nahe des Präsidentenpalastes in Santiago de Chile. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, um die etwa 3500 Demonstranten zu zerstreuen. Diese warfen daraufhin mit Steinen und Stöcken.

Die Auseinandersetzungen setzten sich bis zum Donnerstagmorgen fort. Präsident Ricaro Lagos spielte die Bedeutung des Ausstandes herunter, Arbeitnehmer-Vertreter nannten ihn einen Erfolg. (APA)

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    Streik und Proteste in Stantiago de Chile

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