Stimmen: "Nie zu unserem Spiel gefunden"

25. August 2003, 14:17
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Joachim Löw betrauert den Schock des frühen Verlusttores

Joachim Löw (Austria-Trainer): "Wir haben mit dem 0:1 schon in der vierten Minute einen Schock bekommen. Nie zu unserem Spiel gefunden und sind nie mehr in den Rhythmus gekommen. Marseille war ballsicherer, variabel und wir sind immer hinterher gelaufen. Wenn man zu Hause 0:1 verliert, ist es schwer. Ich glaub noch immer daran, dass wir es schaffen können. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben und versuchen das schier Unmögliche möglich zu machen."

Michael Wagner (Austria-Kapitän): "Das schnelle 0:1 war genau das, was wir nicht wollten. Danach war es für Marseille leicht, auf Konter zu spielen. Sie waren hinten sehr gut formiert, da muss man schnell und direkt spielen, das ist aber auch fehleranfällig. Wir hatten vier bis fünf halbe Torchancen und wenn man die auch nicht nützt, verliert man eben. So gesehen haben wir die Europareife nicht bestanden. Einer Mannschaft, die Ansprüche auf europäische Klasse stellt, darf nicht das 0:1 nach vier Minuten passieren."

Alain Perrin (Marseille-Coach): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat, da wir mit einem 1:0-Vorsprung nach Hause fahren. Es wird nicht leicht, zu gewinnen und den Vorsprung über die Runden zu bringen. Wir sind nach einer guten Phase noch etwas unter Druck geraten. Ich hätte noch gerne ein zweites Tor gehabt. Wir müssen das Rückspiel sehr ernst nehmen. Wenn das gelingt, dann werden wir aufsteigen. Aber noch ist nicht alles klar."

Daniel van Buyten (OM-Abwehrchef): "Dieser Sieg ist eine gute Ausgangslage für uns, aber das Rückspiel wird trotzdem sehr schwer. Wir müssen konzentriert und mit 100 Prozent in das Heimspiel gehen, denn sonst ist dieser Sieg nichts wert, da Austria das Potenzial besitzt, um in Marseille zu gewinnen."

Herbert Prohaska (Ex-Austria-Meistermacher): "Bis auf Afolabi, der bester Spieler auf dem Platz war, haben bei Austria alle weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. In der Offensive konnte man sich nie entscheidend durchsetzen. Olympique Marseille hatte alles unter Kontrolle und die Austria hatte nichts dagegen zu setzen. Bis auf die Janocko-Chance und den Vastic-Freistoß war wenig zu sehen. Das ist für die Champions League zu wenig."

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