Mariahilfer Straße: Die neuesten Pläne (Auswahl)

Kommentar der anderen17. Februar 2014, 18:09
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Von Asphalt über Hausschuhe bis Zuckerverbot

  •  Nach der Verkehrsberuhigung kommt die Fußgänger- und Fußgängerinnenberuhigung: dörfliches Schlendern und landschaftliches Wandern (eventuell mit Gesang) anstatt städtisches Hasten und Hetzen (empfohlen: Fußgängerhöchstgeschwindigkeit drei km/h).
  •  Betreten der Fußgänger- und Fußgängerinnenzone nur mit Hausschuhen (auch selbstgestrickte Socken aus Biowolle aus artgerechter Schaftierhaltung möglich).
  •  Gras statt Asphalt! (Wiesenrispe oder Rohrschwingel, sehr strapazierfähig!).
  •  Flächendeckender Bioparadeiser-, Biopaprika- und Biosalatanbau zwischen Otto-Bauer-Gasse und Esterhazygasse.
  •  Bioobstanbau (Äpfel, Marillen, Kirschen), zweizeilig, zwischen Amerlingstraße und Barnabitengasse, mit angeschlossenem Einkochzentrum.
  •  Planschbecken für unsere Kleinen vor "Slama", Ecke Neubaugasse / Mariahilfer Straße, Abenteuerspielplätze vor dem "Puma Store", vor "Fürnkranz" und "Software Dschungel" (Sommerinstallation).
  •  Beachvolleyballplatz mit Biosand für unsere Großen zwischen Neubaugasse und Zollergasse (Sommerinstallation).
  •  Rodelbahn für die ganze Familie zwischen Stiftgasse und Rahlgasse (Winterinstallation).
  •  Katzen- und Hunderestaurants (mit Bioleckerlis) für unsere kleinen Lieblinge statt Würstelstand, "Pizza Bizzi" und "Pelzhaus Fuss".
  •  Waldstück (Mischwald) für unsere Senioren und Seniorinnen rund um die Mariahilfer Kirche, mit einer Biogugelhupfraststation, einem Krötenbiotop und einem kleinen Haustierfriedhof.
  •  Kunst- und Kulturzentrum für Batiken, Stricken und Töpfern sowie für das Wiener Blockflötenorchester.
  •  Striktes Fleisch-, Zucker- und Rauchverbot, auch im Freien.
  •  Nächstes Projekt: Fußgänger- und Fußgängerinnenzone Südosttangente (" Die Straßen sollten für die Menschen da sein, nicht für die Autos", Rudolf T.). (Gustav Ernst, DER STANDARD, 18.2.2014)

Gustav Ernst (Jahrgang 1944) ist Schriftsteller. Er arbeitete als Redakteur und Mitherausgeber für die Literaturzeitschrift "Wespennest", war Obmann des Drehbuchforums Wien und ist Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift "Kolik". Seit 2005 leitet Gustav Ernst gemeinsam mit Karin Fleischanderl die Leondinger Akademie für Literatur. Gemeinsam sind sie auch Begründer des Johann-Beer-Literaturpreises.

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