Schumachers Unfall war einfach nur Schicksal

17. Februar 2014, 16:41
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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Lyon - Der folgenschwere Skiunfall von Michael Schumacher war ein tragisches Unglück. Weder den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister noch andere Personen wie den Pistenbetreiber trifft eine Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen vom 29. Dezember des vergangenen Jahres. Dies gab die Staatsanwaltschaft Albertville am Montag bekannt und stellte die Ermittlungen ein. Es liege kein "strafbares Verhalten" vor, so der zuständige Staatsanwalt Patrick Quincy.

Schumacher (45) liegt mit schweren Kopfverletzungen in der Uniklinik von Grenoble weiter im künstlichen Koma. Er war beim Skifahren gestürzt, mit dem Kopf gegen einen Stein geprallt und hatte ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Die Ärzte haben inzwischen begonnen, die Narkosemittel zu reduzieren. Der Aufwachprozess wurde eingeleitet.

"Die Schilderung, die Markierung, die Wegweisung und die Informationen über die Begrenzung dieser Skipiste entsprachen den gültigen französischen Normen", sagte Quincy. Eine mögliche Zivilklage von Schumachers Familie ist damit nicht ausgeschlossen. Anfang Jänner waren die Ermittler zum Schluss gekommen, dass Schumacher selbst nicht fahrlässig gehandelt habe. Über den Gesundheitszustand ist nichts Neues bekannt. Managerin Sabine Kehm sagte am vergangenen Donnerstag, dass die Aufwachphase "lange dauern kann". (sid, DER STANDARD, 18.2.2014)

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