Hausbau in Großbritannien boomt wie seit Jahren nicht

17. Februar 2014, 09:33
1 Posting

Dennoch hinkt der Bausektor der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher

Der Wohnungsbau in Großbritannien boomt. Im vierten Quartal 2013 wurden knapp 20 Prozent mehr neue Häuser gebaut als im Vorjahresquartal, wie aus den am Freitag veröffentlichten Statistikdaten hervorgeht. Derart stark hat die Bautätigkeit seit drei Jahren nicht mehr angezogen.

Dieser Schub sorgte mit dafür, dass der gesamte Bausektor in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 0,2 Prozent verglichen mit dem Vorquartal anzog. Die Hauspreise sind nach Angaben des Hypothekenfinanzierers Nationwide binnen zwölf Monaten um fast neun Prozent geklettert. Die Notenbank hat aus Furcht vor einer Immobilienblase die Reißleine gezogen und ihre Förderung von Hypothekenkrediten eingestellt.

Dennoch ist der Trend zu steigenden Immobilienpreisen ungebrochen, insbesondere in der Finanzmetropole London: Denn die Regierung greift Häuslbauern mit niedrigem Budget mit eigenen Förder-Programmen unter die Arme. Der Berufsverband von Immobilienfachleuten Royal Institution of Chartered Surveyors rechnet damit, dass die Preise in den nächsten fünf Jahren jeweils um sechs Prozent steigen werden.

Dennoch hinkt der Bausektor, zu dem auch Wirtschafts- und öffentlicher Bau gehören, auf der Insel der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Nach Ausbruch der Finanzkrise brach die gesamte Sparte ein und liegt nun noch immer 12,2 Prozent unter dem Spitzenniveau, das in Boomzeiten erreicht wurde. (APA, 17.2.2014)

Share if you care.