Schmiergelder: Korruptionsskandal in Kolumbiens Armee

17. Februar 2014, 06:07
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Hohe Bestechungsgelder für Armeeausrüstung

Bogota - Ranghohe Militärs in Kolumbien sollen nach einem Medienbericht bei Beschaffungsverträgen für Armeeausrüstung hohe Bestechungsgelder kassiert haben. Dabei sei in bestimmen Fällen um Schmiergelder von bis zu 50 Prozent der Vertragssumme gegangen, berichtete die kolumbianische Zeitschrift "Semana" am Sonntag unter Berufung auf Tonbandmitschnitte, die von einer Kongresskommission untersucht würden.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos reagierte empört und versprach umgehend eine rückhaltlose Aufklärung der Vorwürfe. Der Vorgang füge den Streitkräften und dem Land Schaden zu. "Das ist inakzeptabel", sagte Santos. Die von der Zeitschrift genannten Vorwürfe seien sehr ernst. Er habe die Staatsanwaltschaft gebeten, der Untersuchung Priorität einzuräumen.

Nach "Semana"-Angaben datieren die Tonbandaufnahmen aus den Jahren 2012 bis 2013. Es gebe Hinweise, dass es bei den infrage stehenden Verträgen unter anderem um die Beschaffung von Ersatzteilen für Helikopter sowie Kraftstoff für Fahrzeuge gehe. Unregelmäßigkeiten soll es zudem bei Ausschreibungen gegeben haben. Verwickelt sind den Angaben zufolge auch Ex-Militärs, die im Gefängnis sitzen. (APA, 17.2.2014)

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