Netanyahu vor neuen Atomgesprächen mit dem Iran skeptisch

16. Februar 2014, 13:43
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Israelischer Premier: Bisher habe nur Teheran von den Verhandlungen profitiert

Jerusalem/Wien/Teheran - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die für Dienstag in Wien geplanten neuen Atomgespräche mit dem Iran scharf kritisiert. "Man muss ehrlich sagen, dass der Iran bisher als Einziger von den Gesprächen profitiert hat, ohne selbst etwas Bedeutendes zu geben", sagte Netanyahu am Sonntag nach Angaben seines Büros.

Die fünf Vetomächte und Deutschland setzen am Dienstag in Wien die Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm fort.

Iran unterstütze das syriche Regime

Die Sanktionen gegen Teheran seien bereits deutlich gelockert worden und die iranische Wirtschaft profitiere davon, sagte der israelische Regierungschef. Teheran setze dennoch seine "aggressive Politik" fort. "Im Iran selbst werden weiterhin dauernd unschuldige Menschen hingerichtet und im Ausland unterstützt der Iran die tödlichen Taten des syrischen Regimes", sagte Netanyahu. Teheran rüste auch Terrororganisationen weiterhin mit fortschrittlichen Waffen aus. "Und es ruft natürlich weiterhin zur Zerstörung Israels auf."

Netanyahu bekräftigte seine Forderung nach einem umfassenden Stopp des iranischen Atomprogramms. Teheran brauche "nicht einmal eine einzige Zentrifuge" zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

Nach jahrzehntelanger Konfrontation hatten der Iran und seine Verhandlungspartner im November ein Übergangsabkommen vereinbart. Demnach friert Teheran im Gegenzug für eine teilweise Lockerung der Sanktionen für sechs Monate Teile seines Atomprogramms ein. Die Frist von sechs Monaten soll genutzt werden, um eine umfassende Dauerlösung auszuhandeln. (APA, 16.2.2014)

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