"Die Spieler müssen sich jetzt alle hinterfragen"

15. Februar 2014, 22:20
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  • Austria - Wr. Neustadt

Nenad Bjelica (Austria-Trainer): "Der Punkt für Wiener Neustadt war verdient. Es ist bitter, das wir in der 93. Minute den Ausgleich bekommen haben. Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr Fußball gespielt, der Gegner ist immer besser geworden. Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist nach der Pause nicht geglückt. Ich verstehe den Unmut der Zuschauer. Man hat gesehen, dass wir ohne Selbstvertrauen spielen. Ich kritisiere Spieler nicht in der Öffentlichkeit, sondern nur intern. Wenn einer nicht das Maximum gibt, wird er das nächste Mal nicht dabei sein. Ich fühle mich schon lange nicht mehr wohl, denn ich fühle mich nur bei Siegen wohl. Wir müssen jetzt weiterarbeiten."

Markus Kraetschmer (Austria-Wirtschaftsvorstand): "Diese Leistung ist nicht der Anspruch der Austria als regierender Meister in einem Heimspiel gegen Wiener Neustadt. Die Spieler müssen sich jetzt alle hinterfragen. Was wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, war unverständlich. Wir müssen das Spiel in Ruhe analysieren und überschlafen. Wir werden die Situation auch mit dem Trainer besprechen. Wenn es eine Entscheidung gibt, werden wir sie mitteilen."

Heimo Pfeifenberger (Wr.-Neustadt-Trainer): "Wir sind sehr glücklich, dass wir noch den Ausgleich geschafft haben, der war auch verdient. Das fühlt sich wie ein Sieg an."

  • Grödig - WAC

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Wir haben einen perfekten Start gehabt. Mit der ersten Aktion in der ersten Minute in Führung zu gehen, ist natürlich etwas, das der Seele gut tut. Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird, aber meine Mannschaft hat den Fight angenommen. Wenn man mit 3:0 zuhause gegen den WAC gewinnt, dann darf man stolz sein. Die Runde ist bis jetzt absolut für uns gelaufen."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Wir haben eigentlich mit dem 0:1 begonnen, das war ein Selbstfaller. Wir haben den Grödigern damit natürlich mörderisch in die Karten gespielt. Wir haben in der zweiten Hälfte zwei, drei gute Möglichkeiten gehabt, die müssen wir nutzen. Den Elfmeter (Gotal schoss Karner im Grödig-Strafraum an die Hand) muss man geben, da müssen wir gar nicht diskutieren. Das hätte das 2:1 sein können, dann hätte die Sache wieder anders ausgesehen."

Stefan Nutz: (Grödig-Torschütze zum 1:0 nach 33 Sekunden) "Ich habe gewusst, dass es wichtig ist, dass wir auf die zweiten Bälle draufgehen. Dass der Ball dann genau zu mir springt, ist natürlich auch Glück."

Christian Dobnik (Torhüter Wolfsberger AC): "Das 1:0 nehme ich auf meine Kappe, das darf mir nicht passieren. Wir müssen konzentrierter sein und weiter hart arbeiten."

  • Innsbruck - Ried

Michael Streiter (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Man hat gesehen, dass die Niederlage beim WAC noch in den Köpfen war, aber ich muss der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen für die Leistung. Es war sowohl ein gewonnener Punkt als auch zwei verlorene Punkte. Wir haben mit zehn Mann nichts zugelassen, die Mannschaft hat alles richtig gemacht, aber leider spielen die Schiedsrichter nicht mit und messen mit zweierlei Maß."

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Für uns waren das verlorene Punkte, wenn man so lange mit einem Mann mehr spielt. Wir haben in der zweiten Hälfte nichts zusammengebracht, auch deshalb, weil wir von den Außenbahnen zu wenig Druck gemacht haben und auch weil wir hinten zu langsam waren. Wir haben alles ohne Tempo gespielt, das hat ja ausgeschaut wie Pensionistenfußball."

  • Sturm - Salzburg

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Wir sind großartig ins Spiel gekommen, schnell in Führung gegangen und haben die Partie schnell entschieden. Es ist nicht ganz so einfach, in Graz zu gewinnen. Aber wir haben taktisch sehr geschlossen agiert und sehr gut gespielt. Insgesamt war es eine Topleistung meiner Mannschaft, ich bin rundum zufrieden. Das war auch eine gute Generalprobe vor dem Spiel gegen Ajax Amsterdam."

Darko Milanic (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben gewusst, dass Salzburg sehr stark ist. Wenn eine Mannschaft so einen Lauf hat, dann hat sie auch das Glück auf ihrer Seite, wie beispielsweise beim 0:1. In der ersten Hälfte waren wir sehr unter Druck, da war der Unterschied sehr groß. In der zweiten Hälfte haben wir Räume vorgefunden, aber zu wenig daraus gemacht. Positiv ist, dass wir nach dem 0:3 trotzdem versucht haben zu kombinieren und zu spielen. Ich mache wegen der Niederlage sicher kein Theater, das wäre nicht klug und nicht das richtige Mittel."

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