Verletzte Skicrosserin nach München geflogen

16. Februar 2014, 18:57
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Maria Komissarowa erlitt Wirbelbruch, ihr Zustand ist "ernst"

Krasnaja Poljana/Sotschi - Die russische Ski-Crosserin Maria Komissarowa hat sich bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi bei einem Trainingssturz am Samstag-Vormittag in Krasnaja Poljana einen Wirbelbruch zugezogen. Die 23-Jährige wurde über sechs Stunden lang operiert. Die Verletzung sei "ernst", hieß es.

Am Sonntag wurde Komissarowa nach München ausgeflogen. Wie der russische Ski-Freestyle-Verband mitteilte, wird die Behandlung dort in einer Spezialklinik fortgesetzt. Ob die 23-Jährige eine Lähmung fürchten muss, ist weiterhin unklar.

Das ärztliche Bulletin und die Verlautbarungen lassen Raum für Spekulationen. Komissarowas Zustand sei nach einer ruhigen Nacht weiterhin "stabil, aber ernst", hieß es. Eine Prognose könnten die Ärzte noch nicht stellen. Am Samstag hieß es, eine zweite Operation in etwa zwei Wochen sei wahrscheinlich.

Skicross gehört zu den gefährlichsten olympischen Sportarten. Vier Fahrer absolvieren gleichzeitig eine mit Hindernissen bestückte Abfahrt, Zusammenstöße, mitunter während der teils waghalsigen Sprünge, sind keine Seltenheit.

2010 feierte die Sportart in Vancouver ihre olympische Premiere und begeisterte auf Anhieb, vor allem die jungen Zuschauer, die dem IOC immer mehr abhanden gekommen waren. Der damalige IOC-Präsident Jacques Rogge bezeichnete Skicross als "aufregende und faszinierende Sportart".

Zwei Jahre nach Vancouver verlor der coole Sport seine Unschuld. Im März 2012 starb bei einem Rennen in Grindelwald der Kanadier Nick Zoricic nach einem Sturz. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden daraufhin verbessert, doch die wilden Positionskämpfe bei rasender Fahrt bergen nach wie vor ein immenses Gefahrenpotenzial in sich.

Komissarowa ist 33. im Gesamt-Weltcup, sie hatte sich nach einer schweren Beinverletzung für ihre ersten Winterspiele qualifiziert. Ihr mit Abstand bestes Weltcup-Ergebnis hatte die Sportlerin als (Qualifikations-) Zweite am 10. März 2012 in Grindelwald erreicht. Es war der Event, bei dem der Kanadier Nik Zoricic tödlich verunglückte. Zuletzt bei der Olympia-Generalprobe auf dem Kreischberg war Komissarowa 26. geworden. (APA, 16.2.2014)

  • Maria Komissarowa erlitt "ernste" Verletzung.
    foto: ap

    Maria Komissarowa erlitt "ernste" Verletzung.

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