Hanyu nutzt die Gunst der Stunde

14. Februar 2014, 23:10
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Der Japaner Yuzuru Hanyu nutzte die Fehler von Favorit Patrick Chan und holte sich fernab der Perfektion Eiskunstlauf-Gold

Sotschi - Dreimal in Folge wurde Patrick Chan Weltmeister, ohne dabei ein einziges Mal fehlerfrei gelaufen zu sein. Aber der 23-jährige Kanadier wurde für seine künstlerisch wertvollen Programme immer gut benotet. Für Olympia war Chan der erklärte Favorit. Erstmals sollte er Gold nach Kanada holen. Und Chan hätte nicht einmal fehlerfrei bleiben müssen. Aber am Ende waren es einfach zu viele Patzer, die ihm in der Kür passierten.

Und so schlug die große Stunde des Japaners Yuzuru Hanyu. Der 19-Jährige patzte zwar auch in der Kür - er stürzte beim vierfachen Salchow und landete den dreifachen Flip unsicher -, am Ende entschied aber die geringere Anzahl der Fehler für ihn. Zumal er schon nach einem technisch brillanten Kurzprogramm in Führung gelegen war. Er sorgte für das erste Olympia-Gold für Japan in der Herren-Konkurrenz. Davor hatte er nur eine WM-Medaille gewonnen (Bronze 2012). Chan holte mit Silber immerhin seine erste Olympia-Medaille. Rang drei belegte der Kasache Denis Ten, der nach dem neunten Platz im Kurzprogramm noch das Podest erklomm.

Nicht im Kampf um Gold eingreifen konnte Russlands Liebling Jewgeni Pluschenko. Der 31-Jährige hatte sich am Donnerstag beim Einlaufen zum Kurzprogramm verletzt und daraufhin sein Karriereende erklärt. "Gott sagte mir, ich muss aufhören." (rie, DER STANDARD, 15./16.02.2014)

Ergebnis Eiskunstlauf, Herren (nach Kurzprogramm und Kür): 1. Yuzuru Hanyu (JPN) 280,09 Pkt. - 2. Patrick Chan (CAN) 275,62 - 3. Denis Ten (KAZ) 255,10 - 4. Javier Fernandez (ESP) 253,92 - 5. Tatsuki Machida (JPN) 253,42 - 6. Daisuke Takahashi (JPN) 250,67 - 7. Yan Han (CHN) 246,20 - 8. Peter Liebers (GER) 239,87 - 9. Jason Brown (USA) 238,37 - 10. Michal Brezina (CZE) 233,62. Weiter: 26. Viktor Pfeifer (AUT) 56,60 (Nicht für Kür der besten 24 qualifiziert).

Nicht angetreten: Jewgenij Pluschenko (RUS)

  • Mit Fehlern zum Ziel.
    foto: ap/armangue

    Mit Fehlern zum Ziel.

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