Falsche Polizisten überfielen Geldtransporter in Tirol

14. Februar 2014, 16:11
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Trio gab sich auf Inntalautobahn (A12) als Zivilstreife aus - Lenker mit Faustfeuerwaffe bedroht und gefesselt

Hall in Tirol - Zu einem filmreifen Raubüberfall auf einen Geldtransporter ist es am Freitag in Hall in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) gekommen: Die drei Täter hatten sich als Zivilstreife ausgegeben und den Transporter angehalten. Dann bedrohten sie den Lenker mit einer Faustfeuerwaffe, fesselten und legten ihn am Innufer ab. Anschließend machten sie sich mit der Beute aus dem Staub.

Eine Alarmfahndung blieb vorerst erfolglos. Der Lenker wurde rund eine halbe Stunde nach dem Überfall am Innufer aufgefunden und in die Innsbrucker Klinik gebracht. Er dürfte ersten Informationen zufolge mit dem Schrecken davon gekommen sein.

Der schwarze VW Passat Kombi hatte den Geldtransporter auf der Inntalautobahn (A12) gegen 14.30 Uhr überholt. Der Wagen war als Zivilstreife getarnt und soll im Heckbereich mit einer Leuchtschrift "Polizei - bitte folgen" ausgestattet gewesen sein. Außerdem sollen die Täter eine Anhaltekelle bei sich gehabt haben. Nach der Anhaltung auf einem Parkplatz soll das Trio den Lenker mit einer Faustfeuerwaffe bedroht und ihn gefesselt haben.

Erbeutete Geldsumme unklar

Laut derzeitigem Ermittlungsstand fuhren die Täter mit dem Geldtransporter, einem VW Caddy, auf den Parkplatz des Gasthauses "Badl" in der Nähe der Abfahrt "Hall Mitte". Dort dürften sie den Wagen aufgebrochen haben. Ob und wieviel Geld sie erbeuteten, war vorerst unklar. Anschließend dürften die Räuber ihre Fahrt mit dem schwarzen VW fortgesetzt haben. Die Spurensicherung und die Ermittler nahmen am Nachmittag ihre Arbeit an Ort und Stelle auf.

Die Männer wurden als 1,80 bis 1,90 Meter groß beschrieben, sie sollen von kräftiger Statur gewesen sein und Tiroler Dialekt gesprochen haben. Einer der Täter soll ein beige Kappe getragen haben. Die Polizei bat um Hinweise. Personen, die die Anhaltung des Geldtransporters beobachtete hatten, sollten sich umgehend melden.

Im Zuge der Alarmfahndung bildete sich auf der A12 in Richtung Kufstein ein rund neun Kilometer langer Stau. Auch auf der Brennerautobahn (A13) in Richtung Brenner gab es zwei Kilometer Stau. (APA, 14.2.2014)

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