Syrische Regierung blockiert Friedensgespräche

14. Februar 2014, 19:04
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US-Regierung: Russland müsse den Druck auf die syrische Regierung erhöhen

Genf - Die USA haben der syrischen Regierung eine Blockade der Friedensgespräche in Genf vorgeworfen. Die Delegation von Präsident Baschar al-Assad habe in den Verhandlungen bisher bei jedem Schritt Steine in den Weg gelegt und einen Fortschritt verhindert, sagte ein ranghoher US-Regierungsvertreter am Freitag. Russland müsse den Druck auf die syrische Regierung erhöhen, damit eine diplomatische Lösung noch eine Chance habe. Die syrische Regierung müsse die Gespräche ernst nehmen und sich konstruktiv einbringen. "Bisher hat das Regime dies nicht getan, das spricht für sich", fügte der US-Vertreter hinzu.

Trotz ausbleibender Verhandlungserfolge war zuvor ein endgültiges Scheitern der Friedenskonferenz abgewendet worden. Nach Angaben der Opposition soll es eine dritte Gesprächsrunde in Genf geben, ein Termin steht aber noch nicht fest. Die zweite Runde brachte erneut keine Annäherung zwischen den Delegationen der syrischen Regierung und der Rebellen.

Der Aufstand gegen Assad tobt seit fast drei Jahren. Mehr als 100.000 Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Das bislang einzige konkrete Ergebnis der Verhandlungen in Genf umfasst die vorübergehende Gewährung eines Zugangs für internationale Hilfsorganisationen in die von Rebellen gehaltene Altstadt von Homs sowie sicheres Geleit für mehrere Hundert Zivilisten, die dort monatelang unter Beschuss von Regierungstruppen ausharren mussten. (Reuters, 14.2.2014)

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