Rapid nimmt mit Schwung die Admira ins Visier

14. Februar 2014, 14:26
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Mit dem Selbstvertrauen aus dem Derby soll es für die Grün-Weißen auch in der Südstadt mit Punkten klappen

Maria Enzersdorf/Wien - Rapid tritt die Reise in die Südstadt mit dem Rückenwind aus dem Sieg im Wiener Fußball-Derby an. Das 3:1 vor einer Woche gegen die Austria diente den Hütteldorfern als Moralinjektion vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (17.00 Uhr/live ORF eins und Sky) gegen die Admira, die sich in den vergangenen Runden in guter Verfassung präsentierte.

Admira-Serie in der Südstadt

Seit vier Heimspielen sind die Niederösterreicher unbesiegt, zum Frühjahrsauftakt gab es vor eigenem Publikum ein 1:1 gegen Sturm Graz. Rapid-Coach Zoran Barisic ist gewarnt: "Uns erwartet ein schwieriger Gegner. Die Admira hat eine sehr starke Truppe und bildet eine richtige Einheit. Dieses Match wird genauso schwierig wie das gegen die Austria."

Seine Mannschaft verlor gegen die Südstädtern nur eines der jüngsten acht Duelle - im vergangenen Sommer beim 0:2 in Maria Enzersdorf. "Damals haben wir uns nicht gut präsentiert. Ich gehe davon aus, dass es diesmal anders sein wird", meinte Barisic.

Grün-weißes Überangebot

Der Wiener befindet sich vor der Sonntag-Partie in einer ungewöhnlichen Situation - er muss sich mit einem personellen Überangebot in seinem Kader auseinandersetzen, weil im Vergleich zum Derby auch Terrence Boyd und Christopher Dibon wieder zurückkehren. Deshalb werden einige fitte Profis nur auf der Tribüne Platz nehmen.

"Auf der einen Seite ist es günstig, wenn man die Qual der Wahl hat. Aber es ist alles andere als leicht, die richtige Entscheidung zu treffen, weil es da keine Gerechtigkeit gibt", erklärte Barisic.

Platz zwei im Visier

Auf persönliche Befindlichkeiten kann der 43-Jährige allerdings keine Rücksicht nehmen, schließlich geht es darum, in der Tabelle so weit wie möglich nach oben zu kommen. Auf die zweitplatzierten Grödiger fehlt dem Tabellendritten noch ein Punkt, spätestens in einer Woche im Hanappi-Stadion soll der Aufsteiger überholt werden. "Unser Ziel für das Admira-Match ist es, uns eine gute Ausgangsposition für das Grödig-Heimspiel zu verschaffen, damit wir Platz zwei erobern können", sagte Barisic.

Für die Admira geht es darum, noch weiter vom Tabellenende wegzukommen - derzeit liegen die Niederösterreicher zwei Punkte vor Wacker Innsbruck. Diese beiden Clubs werden sich am Ende auch den Abstieg untereinander ausmachen, wie Trainer Walter Knaller vermutet. "In erster Linie ist es eine Sache zwischen uns und Wacker Innsbruck. Doch es liegt an uns beiden, dass wir da auch noch andere mitspielen lassen", sagte Knaller.

Im Spiel gegen Rapid hofft der Kärntner auf einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt, auch wenn der Respekt vor den Hütteldorfern groß ist. "Sie haben jetzt den Vorteil, dass praktisch alle Spieler fit und regeneriert sind. Deshalb ist Rapid sicher stärker als am Ende der Herbstsaison", sagte Knaller und bezeichnete Rapid als "derzeit aussichtsreichsten Anwärter auf Platz zwei". (APA, 14.2.2014)

FC Admira Wacker Mödling - SK Rapid Wien (Maria Enzersdorf, BSFZ Südstadt, Sonntag, 17.00 Uhr/live ORF eins, SR Muckenhammer). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (h), 2:4 (a)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schösswendter, Auer - Ebner - Schick, Thürauer, Schwab, Domoraud - R. Schicker

Ersatz: Leitner - Katzer, Sax, T. Weber, Toth, Schachner, Pranjic, Sulimani, Ouedraogo

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Petsos, Boskovic - S. Hofmann, Schaub, Burgstaller - Sabitzer

Ersatz: Maric - Dibon, Behrendt, Schimpelsberger, Pavelic, Wydra, Starkl, Alar, Boyd

Es fehlt: Radlinger (Meniskusriss), Grozurek, Palla (beide rekonvaleszent)

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