"Ich habe nur vier Tage Slalom trainiert"

14. Februar 2014, 14:19
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Stimmen zur alpinen Superkombi der Herren am Freitag

Sandro Viletta (SUI/Goldmedaille): "Ich habe mir keine Gedanken gemacht, wollte einfach nur voll angreifen. Ich bin selber ein bisschen erstaunt, dass es im Slalom so gut gelaufen ist, obwohl ich am Anfang meiner Karriere ein Slalomspezialist war. Ich habe gewusst, dass mir dieser Schnee liegt. Es ist aber eine große Überraschung auch für mich, es ist unglaublich."

Ivica Kostelic (CRO/Silbermedaille): "Ich habe eine schlechte Saison hinter mir, bin hierhergekommen und habe nicht gewusst, was ich erwarten kann. Die Medaille ist deshalb sehr schön und hat großes Gewicht. Es war nicht leicht für mich, ich habe nach der Abfahrt den Wunsch für Gold gehabt, aber Silber ist sehr gut, ich bin stolz. Es ist unsere zehnte Olympiamedaille (Anm.: gemeinsam mit Schwester Janica Kostelic, die sechs geholt hat), dass haben nicht viele Familien geschafft, darauf bin ich am meisten stolz."

Christof Innerhofer (ITA/Bronzemedaille): "Es ist ein Wahnsinn. Ich habe überlegt, ob ich den Slalom überhaupt noch fahren soll, weil so viele gute Slalomfahrer am Start waren. Ich habe mir dann gesagt, ich fahre halt noch, dann kann ich mir nichts vorwerfen. Ich habe mir gedacht, ich kriege ein paar Sekunden, bin am Start gestanden wie bei einem Skiclub-Rennen. Im Ziel habe ich dann geglaubt, ich spinn'. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren nur vier Tage Slalom trainiert. Dass es so läuft, hätte ich mir nicht einmal getraut zu träumen. Ich bin überglücklich. Meine Rückenprobleme sind nach wie vor sehr besorgniserregend, deshalb habe ich ja auch überlegt, ob ich den Slalom überhaupt noch fahren soll."

Matthias Mayer (AUT/13. Platz): "Ich habe mich runtergekämpft, alles gegeben, es hat schon gepasst. Für mich war es sehr schwierig. Überrascht hat mich Christof Innerhofer, das hätte ich mir nicht gedacht, dass er den Slalom so gut schafft. Für den Super-G werde ich nicht mehr groß trainieren, morgen ist noch das Hangbefahren, das werde ich noch mitnehmen, sonst werde ich einfach schauen, dass ich am Sonntag fit bin."

Romed Baumann (AUT/14.): "Nachdem ich in der Abfahrt 2,12 Sekunden verloren habe, wusste ich, dass sich eine Medaille nicht mehr ausgeht. Der Slalom war okay, so eine Leistung habe ich mich vorgenommen, ich bin ohne gröberen Fehler durchgekommen. Ich hätte mir heute mehr gewünscht, aber ich bin nicht als Favorit hierher gereist."

Max Franz (AUT/ausgeschieden im Slalom): "Es war akrobatisch eine gute Einlage. Es war brutal schwierig, bei so einem Lauf muss man viel trainieren, damit man da ein bisschen mitreden kann. Ich bin nicht reingekommen ins Fahren, es war nur eine Qual, Spaß hat es trotzdem gemacht." (APA, 14.2.2014)

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