Schöne Gesichter

14. Februar 2014, 17:00
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Ein schönes Gesicht allein reicht nicht, um in Erinnerung zu bleiben

"Beauty Premium" heißt das Phänomen, wonach schöne Menschen eher Karriere machen und mehr verdienen. Schönheit liegt dabei nicht individuell im Auge des Betrachters (Personalchefs), sondern ist je nach kultureller Übereinkunft vermessbar, objektivierbar. Derzeit: frisch, fit, jung, faltenfrei, unversehrt und fröhlich, nicht allzu markant. Ab Mitte 30 geht das ohne Hyaluron und Botox auch mit gnadenvoller genetischer Grundlage nicht mehr natürlich. Erstrebenswert? Für viele: Ja. In der schnellen Welt zählt der kurze Blick. Außen.

Also viel teures und schmerzhaftes Schnipseln und Spritzen für den Weg zur Spitze? Kontra aus der Forschung: Ein schönes Gesicht allein reicht nicht, um in Erinnerung zu bleiben. Ohne zusätzliche auffällige Merkmale hinterlassen attraktive Gesichter im Gedächtnis weniger ausgeprägte Eindrücke als unattraktive, berichten deutsche Psychologen der Friedrich-Schiller-Uni Jena im Fachmagazin Neuropsychologia. Abgesehen von der Erkenntnis, dass Karriere nicht nur Geld und Macht ist. Abgesehen von der Erkenntnis, dass die guten Firmenlenker nicht viel Ähnlichkeit mit Kim Kardashian und Co aufweisen. (Karin Bauer, DER STANDARD, 15./16.2.2014)

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