Europas Leitbörsen schließen im Plus

14. Februar 2014, 18:49
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag einheitlich mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 21,11 Einheiten oder 0,68 Prozent auf 3.119,06 Zähler.

Begleitet von uneinheitlichen Vorgaben aus Asien, wo besonders die Tokioter Börse unter schwachen US-Vorgaben und unter dem Höhenflug des Yen litt, schlossen die europäischen Börsen einheitlich positiv. Die Veröffentlichung von Daten zum Wirtschaftswachstum der Eurozone im Jänner konnte den Trend deutlich festigen. Nicht nur die großen Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich übertrafen die Erwartungen. Auch die Sorgenkinder der Eurozone wie Portugal und Griechenland wiesen positive Trends aus.

Gegen Ende des Handelstages wurden zudem Daten zur US-Industrieproduktion und zum US-Konsumverhalten veröffentlicht. Die Zahlen fielen gemischt aus. Die Industrieproduktion ging um 0,3 Prozent zurück. Experten hatten hier mit einem leichten Wachstum gerechnet.

In Italien profitierten die Aktienwerte von der Neubildung der Regierung nach Enrico Letta. Die Börsianer gehen von einer positiven Entwicklung der italienischen Wirtschaft nach der wahrscheinlichen Übernahme von Lettas Konkurrenten Matteo Renzi aus. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte, dass er davon ausgehe, dass die nächste Regierung die notwendigen Reformen und Konsolidierungsbemühungen fortsetzen werde. Unter den europäischen Indizes stieg der italienische am stärksten mit plus 1,62 Prozent auf 20.436,47 Zähler.

Branchenbezogen präsentierte sich vor allem der stark konjunkturabhängige Rohstoffsektor als der Gewinner des Tages. Allen voran führten Aktien von Fresnillo mit 5,31 Prozent Kursgewinn den FTSE-100 an. Als Verlierer unter den Rohstofftiteln stellte sich Anglo American heraus. Die Aktien des Bergbaukonzerns verloren 0,91 Prozent auf 1519,50 Pence. Zuvor hatte das Unternehmen einen Milliardenverlust bekannt gegeben. Wie auch im Vorjahr musste der Konzern hohe Abschreibungen durchführen - im Vorjahr ist der Verlust jedoch noch deutlich höher gewesen.

Unter den Einzeltiteln taten sich besonders die Titel von ThyssenKrupp hervor. Im ersten Quartal konnte der deutsche Industriekonzern die Erwartungen übertreffen. Der Konzernverlust trotz deutlicher operativer Steigerungen war von Analysten schon im Vorfeld erwartet worden. Die Aktie konnte sich an der Spitze des DAX festsetzen und notierte mit plus 3,83 Prozent bei 20,46 Euro.

Unter den Aussagen von Analysten der Berenberg Bank litten die Titel der Commerzbank. Die Wertpapierexperten wiederholten ihre Verkaufsempfehlung und sagten, dass das angestrebte Wachstumsziel von vier bis fünf Prozent zu ehrgeizig gesteckt sei. (APA, 14.2.2014)

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