Warum kein Stein auf dem anderen bleibt

16. Februar 2014, 18:00
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"New World of Work" wird sich durchsetzen - aus betriebswirtschaftlicher Logik

Unsere Arbeitswelten verändern sich derzeit grundlegend. Ein wesentlicher Treiber dahinter sind neue Informationstechnologien. Dank dieser breiten sich vor allem zeitlich und räumlich flexible Arbeitsweisen aus. Immer mehr Menschen haben die Möglichkeit, außerhalb des Firmenbüros mobil zu arbeiten, zum Beispiel im Homeoffice, und sich auch die Zeit selbstständiger einzuteilen. Dies allein zieht viele Änderungen nach sich: Die Aufgaben und die Gestaltung von Firmenbüros verändern sich in der Folge flexiblerer Arbeitsformen; Führungskonzepte müssen neu überdacht werden. Es bleibt fast kein Stein auf dem anderen.

Die Vorteile, die durch neue Arbeitsweisen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter erzielt werden, sind enorm. Deshalb setzt eine zunehmende Zahl von Firmen auf die "New World of Work". Vorreiter in Österreich sind Technologieunternehmen wie Microsoft, IBM, HP, Fujitsu und Ricoh. Diese Unternehmen und ihre Arbeitsmodelle stoßen auf großes Interesse in der Öffentlichkeit - zu sehen an den tausenden Besuchern im neuen Microsoft-Office beim Wienerberg.

Einführung neuer Arbeitsformen

Die neuen Arbeitswelten sind jedoch ein industrieübergreifendes Thema. Insbesondere im Bankensektor arbeiten derzeit drei führende österreichische Banken an der Einführung neuer Arbeitsformen. Ein Beispiel ist die Bank Austria. CEO Willibald Cernko dazu: "Unsere Bank setzt auf neue, zeitgerechte Betreuungsmodelle für unsere Kunden unter Nutzung modernster Technologien. Das wird sich auch in den internen Arbeitsweisen widerspiegeln." Wegweisend ist auch die "New World of Work"-Initiative der AKNÖ. Mit der neuen Zentrale in St. Pölten halten auch Schritt für Schritt neue Arbeitsformen Einzug. AKNÖ-Direktor Helmut Guth: "Es ist wichtig, die Potenziale neuer Arbeitsweisen und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer in der eigenen Kammerorganisation Schritt für Schritt zu erkunden. Über die eigene Erfahrung in unserer Organisation bauen wir zusätzliche Beratungskompetenzen zum Thema Neue Arbeitswelten auf." Erfahrungswerte sind wichtig. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass in Österreich rund zwölf Prozent der Unternehmen heute auf flexiblere mobile Arbeitsweisen setzen. In Großbritannien sind es bereits 50 Prozent. Es ist anzunehmen, dass auch die Zahl der "New World of Work"-Unternehmen in Österreich weiterhin wächst. Warum das so ist, erklärt sich über den betriebswirtschaftlichen Nutzen neuer innovativer Arbeitsweisen. (Michael Bartz, Thomas Schmutzer, DER STANDARD, 15.2.2014)

Am 25. 2. erscheint "New World of Work - Warum kein Stein auf dem anderen bleibt" von Michael Bartz und Thomas Schmutzer im Linde-Verlag.

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