Fünf Vorarlberger Höfe wegen Verdachts auf Rinder-TBC gesperrt

14. Februar 2014, 10:04
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Schnelltests bei zwei Kühen in Bartholomäberg fielen positiv aus, auch Höfe im Klostertal betroffen

Bregenz - In Vorarlberg sind derzeit fünf Höfe wegen des Verdachts auf Rinder-TBC vorläufig gesperrt. Im Klostertal (Bezirk Bludenz) seien drei Betriebe von einer vorläufigen Sperre betroffen, vergangene Woche kamen zwei neue Verdachtsfälle in Bartholomäberg (Bezirk Bludenz) hinzu, so Vorarlbergs Landesveterinär Norbert Greber laut einem Bericht des ORF Vorarlberg.

In den Verdachtsfällen wurden die betroffenen Tiere getötet und Gewebeproben für einen Erregernachweis eingeschickt. Dazu müssen Kulturen angelegt werden. Bis endgültig Gewissheit vorliegt, werde es mehrere Wochen dauern. In Bartholomäberg bestand der Verdacht seit vergangener Woche, am Donnerstag sei der positive Bescheid des Schnelltests eingelangt, sagte Greber.

Vorarlberg kämpft seit längerem mit großem Kontrollaufwand gegen die anzeigepflichtige Tierseuche. Um die Ansteckungsgefahr durch Wildtiere auf den Almen zu minimieren, hat das Land zudem die Abschussquoten bei Rotwild erhöht. Zuletzt mussten im Februar 2013 zwei Höfe im Silbertal wegen Rinder-TBC gesperrt werden. Probleme bereitet die Situation auch den Almbesitzern, da Schweizer und Liechtensteiner Behörden die dortigen Bauern wegen der Rinder-TBC dazu anhielten, ihre Tiere nicht mehr in Vorarlberg zu sömmern. 

Knapp zwei Millionen Rinder in Österreich

Österreichweit sank die Zahl Rinder haltender Betriebe innerhalb der letzten sechs Monate um 1,4 Prozent auf 65.700. Das ergab die am Freitag veröffentlichte allgemeine Viehzählung der Statistik Austria. Die Zahl der Tiere stieg allerdings seit Juni um ein Prozent auf 1,958 Millionen Tiere. Jeder Landwirt mit Rinderzucht hält demnach durchschnittlich 30 Rinder. Von den 1970er Jahren bis 1990 hatte es noch mehr als zweieinhalb Millionen Rinder gegeben.

Insgesamt war die Viehhaltung in Österreich in jüngster Zeit rückläufig. Bei Schweinen betrug der Bestand am Stichtag 1. Dezember 2013 rund 2,9 Millionen und damit um 2,9 Prozent geringer war als vor einem Jahr. Gezählt wurden zuletzt auch 357.000 Schafe (minus 2,0 Prozent) und 72.100 Ziegen (minus 1,6 Prozent). (APA/red, derStandard.at, 14.2.2014)

  • In Vorarlberg besteht Verdacht auf Rinder-TBC.
    foto: ap photo/focke strangmann

    In Vorarlberg besteht Verdacht auf Rinder-TBC.

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