Der Kran auf dem zweithöchsten Bauwerk der Welt: Eine Mutprobe

Video13. Februar 2014, 14:30
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Zwei Russen kletterten illegal auf den noch nicht fertiggestellten Shanghai Tower

Schanghai - Einen Videogruß aus mehr als 600 Metern Höhe haben zwei junge Russen vom zweithöchsten Turm der Welt gesendet. Die "Urbanen Ninjas" Wadim Machorow und Witali Raskalow erklommen heimlich den noch in Bau befindlichen Shanghai Tower und filmten einander in schwindelnder Höhe. Das im Internet veröffentlichte Video wurde bis Donnerstag fast 1,5 Millionen Mal auf Youtube angeklickt.

Für ihre Aktion hatten die Russen das chinesische Neujahrsfest am 31. Jänner genutzt. An dem Feiertag seien die Wachleute weniger aufmerksam gewesen, und die Arbeiter hätten Urlaub gehabt, schriebt Raskalow in seinem Blog.

Das Video zeigt Machorow und Raskalow, wie sie mit schwarzen Kapuzenpullis und teils vermummtem Gesicht in die Baustelle eindringen. Nachdem sie das 120. Stockwerk erreicht hatten, gelangten sie auf eine Plattform, von der aus sie auf den riesigen Baukran kletterten, der den Turm überragt. Die beiden Abenteurer filmten sich über den Wolken und der Smogglocke der Millionenmetropole. "Wir haben fast zwei Stunden bis zum 120. Stockwerk gebraucht", schrieb Raskalow in seinem Blog. "Und wir haben fast 18 Stunden auf der Spitze des Gebäudes verbracht, geschlafen und auf besseres Wetter gewartet."

Nur Burdsch Kalifa ist höher

Die Betreibergesellschaft des Shanghai Tower kündigte an, solche Aktionen künftig verhindern zu wollen. Der Tower hatte im vergangenen Jahr den Wolkenkratzer Taipeh 101 in Taiwan überholt und ist nun nach dem 828 Meter hohen Burdsch Kalifa in Dubai der zweithöchste Turm der Welt. Nach seiner für dieses Jahr geplanten Fertigstellung soll der Shanghai Tower mehr als 630 Meter hoch sein.

Machalow und Raskalow klettern regelmäßig illegal auf Wolkenkratzer, vor allem in Russland. Nach dem Aufstieg auf die Pyramiden von Gizeh in Ägypten zeigte sich Raskalow reumütig und entschuldigte sich in einem Interview mit dem Sender CNN für die verbotene Aktion. (APA, 13.2.2014)

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