"Greta": Neue App lässt Blinde Filme "sehen"

13. Februar 2014, 13:20
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Mit Audiodeskriptionen, die sich automatisch mit Tonspur synchronisieren

Bisher besteht ein Filmerlebnis für blinde und sehbehinderte Menschen meist aus Dialogen und langen Pausen. Mit der Gratisapplikation "Greta"  für iOS und Android soll sich dies ändern. Nach der Installation der Anwendung lädt man die Audiodeskription des gewünschten Filmes herunter. Im Kino oder vor dem Fernseher startet man Greta, worauf die App den Film automatisch erkennt und sich mit der Tonspur synchronisiert.

Vielversprechender Test

Für den Anwender werden dann in den Dialogpausen in knappen Worten die rein visuellen Elemente des Films erläutert. "Greta" ist kostenlos. "Wir waren begeistert von der Einfachheit und Genauigkeit dieser Softwarelösung", so Daniele Marano in einer Aussendung. Er hatte als Projektleiter im Auftrag der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen mit einer Gruppe sehbeeinträchtigter Cineasten die Anwendung getestet.

Das einzige Problem sei derzeit, dass noch wenige Kinofilme bei "Greta" abrufbar seien. Die Herstellungskosten für eine akustische Bildbeschreibung von rund 5.000 Euro würden zwar von der Filmförderung übernommen. Nicht abgedeckt seien aber die Aufwendungen der Produzenten, damit ihre Streifen via App abrufbar sind. (APA, 13.02.2014)

  • Mit Greta sollen auch Kinobesucher mit Sehbeeinträchtigungen Filme besser genießen können.
    foto: hilfsgemeinschaft.at

    Mit Greta sollen auch Kinobesucher mit Sehbeeinträchtigungen Filme besser genießen können.

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