Gold-Mayer Vierter im Kombi-Abschlusstraining

13. Februar 2014, 11:36
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Tscheche Bank Schnellster vor Paris und Miller - Österreichs heißestes Kombi-Eisen Romed Baumann mit großem Rückstand

Krasnaja Poljana - Im letzten Abfahrtstraining für die olympische Super-Kombination ist der Tscheche Ondrej Bank der Schnellste gewesen. Mit einer Zeit von 1:54,32 Minuten lag der 33-Jährige am Donnerstag vor dem Italiener Dominik Paris (+0,06 Sekunden), dem US-Amerikaner Bode Miller (0,17) und dem Kärntner Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer (0,24).

Neben Mayer war von den Österreichern nur Romed Baumann am Start. Der Versuch Baumanns eine direktere Alternativlinie auszuprobieren, hat sich allerdings nicht ausgezahlt, er wurde 15. Die beiden weiteren Super-Kombi-Teilnehmer Max Franz und Otmar Striedinger ließen das Training genauso wie Super-G-Starter Georg Streitberger aus.

Trainingsmarathon

Für die Abfahrer war es mittlerweile die siebente Gelegenheit (sechs Trainings, ein Rennen), um die Strecke im alpinen Olympia-Ressort Rosa Chutor in den Griff zu bekommen. Am Freitag folgt die Super-Kombination (7 Uhr MEZ Abfahrt, 12.30 Uhr Slalom), aufgrund des derzeit herrschenden Tauwetters in der Region Sotschi entschlossen sich die Veranstalter, die Beginnzeit von 8 auf 7 Uhr vorzuverlegen. Am Sonntag steigt dann der Super-G (voraussichtlich 8 Uhr).

Erstmals seit 1998 geht eine Olympische Kombination ohne Benjamin Raich über die Bühne. In Abwesenheit des am Rücken lädierten Routiniers ruhen Österreichs Hoffnungen auf eine Medaille vor allem auf Romed Baumann. Der Tiroler hofft auf einen ähnlichen Traumtag wie bei der WM 2013 in Schladming, als er Bronze holte.

Damals hatte Baumann in der Abfahrt eine Bestzeit hingelegt. "So etwas werde ich wieder brauchen. Ich muss aufs Ganze gehen und den Slalomfahrern etwas G'scheites vorlegen. Ein Vorsprung von einer Sekunde wird da fast zu wenig sein", meinte der 28-Jährige, der seine beiden bisherigen Weltcup-Siege 2009 in Sestriere und 2012 in Chamonix jeweils in der Super-Kombi feierte.

Aufgrund der Super-G-ähnlichen Passagen auf der Abfahrt seien jedoch Techniker wie Alexis Pinturault oder Ted Ligety klar im Vorteil. Bei der Superkombi vor wenigen Wochen in Wengen hat Baumann bewiesen, dass er jederzeit um die Top-Drei-Platzierungen mitfahren kann. Erst ein verlorener Ski hatte Baumann kurz vor dem Ziel gestoppt. "Das hat mir wichtiges Selbstvertrauen gegeben", betonte Baumann.

Die Favoriten sind aber andere. Am häufigsten genannt wurden im Vorfeld des Rennens Titelverteidiger Bode Miller, Ligety (beide USA), Pinturault, Thomas Mermillod Blondin (beide FRA), Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud (beide NOR) und Ivica Kostelic (CRO). (APA, 13.2.2014)

Abfahrtstraining für die Herren-Superkombi, Donnerstag

1. Ondrej Bank (CZE) 1:54,32 Minuten
2. Dominik Paris (ITA) +0,06 Sekunden
3. Bode Miller (USA) 0,17
4. Matthias Mayer (AUT) 0,24
5. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 0,64
6. Ivica Kostelic (CRO) 0,79
7. Carlo Janka (SUI) 0,81
8. Jared Goldberg (USA) 0,93
9. Adrien Theaux (FRA) 1,11
10. Andrew Weibrecht (USA) 1,42
11. Ted Ligety (USA) 1,46
12. Alexis Pinturault (FRA) 1,80
13. Mauro Caviezel (SUI) 1,82

Weiters:
15. Romed Baumann (AUT) und Natko Zrncic-Dim (CRO) je 2,15
17. Thomas Mermillod Blondin (FRA) 2,22

Nicht am Start u. a.: Otmar Striedinger, Max Franz, Georg Streitberger (alle AUT), Christof Innerhofer, Peter Fill (beide ITA), Kjetil Jansrud, Aksel Lund Svindal (beide NOR)

  • Baumann fliegt.
    foto: reuters/stefano rellandini

    Baumann fliegt.

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