Direktor der französischen Tageszeitung "Libération" tritt zurück

13. Februar 2014, 11:23
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Nicolas Demorand will so "Blockade" zwischen Aktionären und Redaktionen lösen - Zeitung steckt in schweren Finanznöten

Paris - Die Krise bei der traditionsreichen Zeitung "Libération" in Frankreich geht weiter: Deren Direktor, Nicolas Demorand, gab am Donnerstag in Paris seinen Rücktritt bekannt.

"Ich habe beschlossen, von meinem Posten als Direktor zurückzutreten und 'Libération' zu verlassen", so Demorand zur Online-Ausgabe der Zeitung "Le Monde". Er wolle so die "Blockade" zwischen Aktionären und Redaktion lösen.

Auf den Barrikaden

Die Angestellten der in schweren Finanznöten steckenden Zeitung sind seit dem vergangenen Wochenende auf den Barrikaden.

Überraschend hatten die Haupteigentümer des Blattes angekündigt, dass "Libération" zu einem "sozialen Netzwerk" mit multimedialen Bezahl-Inhalten umgebaut und der Hauptsitz im Zentrum von Paris zu einem Kultur- und Begegnungsort mit Cafe, Restaurant und Räumen für Start-ups umgebaut werden solle.

Die Redaktion soll an den Stadtrand ziehen. Die Belegschaft der linksgerichteten Zeitung, die 1973 von Jean-Paul Sartre gegründet worden war, befürchtet das Aus für "Libération". (APA, 13.2.2014)

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