Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

13. Februar 2014, 18:17
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US-Einzelhandel enttäuscht

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen gingen am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel. Der Aktienindex für 50 führende Unternehmen der Eurozone, Euro-Stoxx-50, erhöhte sich moderat um 3,06 Zähler oder 0,10 Prozent auf 3.097,95 Punkte.

Die Leitbörsen bremsten damit ihren Höhenflug der vergangenen Tage. Die asiatischen Börsen lieferten am Anfang des Tages ebenfalls schwache Vorgaben. Aufgrund fehlender Konjunkturdaten und den damit verbundenen Impulsen standen Unternehmenszahlen im Fokus der Anleger. Am Nachmittag galt die Aufmerksamkeit den US-Einzelhandelsdaten, die schlechter als erwartet ausfielen.

Die US-Einzelhändler haben zu Jahresbeginn überraschend Umsatzeinbußen erlitten. Sie hatten im Jänner 0,4 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit stagnierenden Umsätzen gerechnet. Klammert man den Autosektor aus, verharrten die Einnahmen auf dem Vormonatsniveau.

Auf Unternehmensebene setzt sich Renault große Ziele. Mit einer China-Offensive und neuen Modellen will der zweitgrößte französische Autobauer endlich bereits vor Jahren in Aussicht gestellte Renditeziele erreichen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der operative Gewinn spätestens 2017 mehr als fünf Prozent des Umsatzes ausmachen. Dieser soll bis dahin von zuletzt rund 41 auf 50 Milliarden Euro im Jahr steigen. Die Papiere notierten zu Handelsschluss mit plus 5,59 Prozent bei 69,56 Euro.

Weniger gut sah es am heutigen Handelstag im Bankensektor aus. BNP Paribas verlor 2,55 Prozent auf 59,30 Euro. Der französische Großbank droht Ärger in den USA wegen mutmaßlicher Finanzgeschäfte mit dem Iran. Nach Verhandlungen mit den amerikanischen Behörden legt das Institut im vierten Quartal 1,1 Mrd. Dollar (810 Mio. Euro) für mögliche Strafen zurück. Durch die Sonderlasten brach der BNP-Nettogewinn um 76 Prozent auf 127 Mio. Euro ein.

An der Spitze des Euro-Stoxx-50 waren Papiere der Deutschen Telekom, bei der Arbeitgeber und Gewerkschaft die Tarifrunde 2014 eingeläutet haben. Bei konstruktiver Atmosphäre seien von beiden Seiten die Positionen ausgetauscht worden, hieß es. Der Kurs lag am Ende des Handelstages bei 12,06 Euro, ein Plus von 1,94 Prozent.

Ebenfalls als Gewinner ging RWE mit plus 2,03 Prozent aus dem Handel. Ein Händler sprach von einer "klassischen Ausbruchsbewegung", getragen von regelkonform erhöhten Handelsumsätzen.  (APA, 13.2.2014)

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