VMware und Google bringen Windows-Apps auf Chrome OS

  • Bisher konzentriert sich Chrome OS ganz auf Web-Anwendungen. Mit einer neuen Partnerschaft mit VMware sollen künftig auch klassische Windows-Anwendungen hier laufen - über den Umweg des "Desktop as as Service".
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    Bisher konzentriert sich Chrome OS ganz auf Web-Anwendungen. Mit einer neuen Partnerschaft mit VMware sollen künftig auch klassische Windows-Anwendungen hier laufen - über den Umweg des "Desktop as as Service".

Partnerschaft für zielt nicht zuletzt auf Unternehmen ab, die noch Windows XP nutzen

Mit VMware Horizon Desktop as as Service (DaaS) hat der Virtualisierungsexperte seit einiger Zeit ein Service im Angebot, bei dem ganze Desktops zentral gemanaget in der Cloud laufen. Künftig soll sich dies auch von Googles Chrome OS aus nutzen lassen, wie die beiden Unternehmen nun verlautbaren.

Vorteile

Auf diesem Weg sollen sich künftig also klassische Windows-Anwendungen auf Chromebook oder Chromebox nutzen lassen. In einem Blog-Eintrag verweist Google vor allem auf die für Unternehmen entstehenden Vorteile eines solchen Ansatzes: Diese könnten bestehende Legacy-Anwendung in eine virtuelle Maschine packen und dann von einem Chromebook aus nutzen - ohne all die gewohnten Sicherheitsprobleme.

Migration

Insofern streicht Google die Vorteile auch besonders unter dem Blickpunkt des nahenden Support-Endes für Windows XP heraus. Firmen, die auf VMware Horizon DaaS in Kombination mit Chromebooks wechseln, würden sich erhebliche Migrationskosten und die damit typischerweise einhergehenden Probleme ersparen.

Ausblick

Möglich wird der Service durch VMwares Blast HTML5-Technologie. Derzeit ist das neue Angebot nur über VMware Horizon View 5.3 erhältlich, bald soll jedoch eine eigene Anwendung über den Chrome Web Store zur Verfügung stehen. (red, derStandard.at, 13.2.2014)

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11 Postings
leider langweilig

dachte dass die wenigsten apps in chromeos streamen, aber die reden einfach vom laengst faelligen view-client fuer chrome. warum die solange fuer den brauchen - fuer RDP gibt es den schon laengst. ausserdem braucht man den ab view 5.3 auch nicht mehr - geht dann native im html 5 browser.
wenngleich dieser meldung der sensationswert fehlt - es geht in diese richtung: BYOD. Ob Apple oder Mac - wen kuemmerts? Der Arbeitsplatz wird eh gestreamt. eigentlich ganz nett.

Sehr spannend

So etwas ähnliches gibt es ja schon mit Citrx auch, es ist zwar mühsam für Benützer aber grosse Firmen lieben solche Ansätze wegen möglichen Kostenersparnis (die dann nie eintritt weil man die dezentralen Clients trotzdem nicht los wird ;-) ).

Aber mit so einem Ansatz wäre man mit dem dezentralen Client auf eine Minimum, hätte sogar noch Notebooks... (gut die sind ohne Netz nutzlos aber das ist auch sonst immer mehr der Fall).

Google, so abschreckend sie sind, hat einfach viel Know-How, da kann man nichts sagen.

Google nimmt damit seinen auserwählten Hauptfeind voll ins Visier und greift Microsoft in seinem Kerngeschäft, dem Unternehmensbereich frontal an und will so den Massenmarkt im Bereich einfacher Anwendungen besetzen…

… und die Redmonder langfristig in die Nische der Anbieter von Spezialsoftware mit IBM, Oracle und SAP drängen…
Googles quantitativer Vorsprung im Bereich der dafür notwendigen freien Server-Kapazitäten weltweit hat sich enorm vergrößert und der technologisch qualitative ist auch schon beträchtlich…
Google hat in den letzten Jahren den Markt für IT-Fachleute, Administratoren, Programmierern und Spezialisten für Cloud-basierte Anwendungen leergesaugt und sich da die besten Köpfe geholt…
Woher sollte Microsoft Leute für eine Aufholjagd rekrutieren?
Ganz abgesehen von der doch kleineren Kriegskasse!

welche Kapazitäten? in diesem Bereich zählt das halt irgendwie garnicht. grundsätzlich geht es in diesem Artikel um langweilige Vrttualisierung von Software für das es schon dutzende Wege gibt. Das einzig neue hier ist das Chromebook.
Und es gibt leider keine Gründe ein solches zu verwenden, abgesehen von der billigeren Hardware.

Irgendwie verstehe ich den Sinn nicht...

Ich dachte, Chromebooks sind vor allem günstige Geräte, die trotz wenig Rechenleistung das schlanke ChromeOS mit ordentlicher Geschwindigkeit "fahren" können.

Jetzt packt man auf diese "schlanken" Geräte eine VMWare und emuliert ein Windows mit seinen Applikationen...

so wie ich das verstanden hab, packt man vmware auf einen server, und streamt die programme auf das Chromebook. also eine remote verbindung, windows programme auf einer maschine, die berechnung findet woander statt.

hmm ok, Ich ersetze meine komplette Hardware, muss mein ganzes internees netzwerk umbauen, und hab keine zentrale Kontrolle über die Hardware die ich meinen Mitarbeitern gebe. Okay, der Vorteil ist also die Ersparnis von Migrationskosten. Jop Programmvirtualisierung kostet auf windows ja fast einen Cent. Aber nur fast.
Komischerweise kann man alles auch ohne Chromebooks machen. Und behält komplette AD Untersützung, Policies und Einheitlichkeit. Aber Die Googlefanboys freuen sich.

policies und einheitlichkeit hast aber bei chromebooks auch, lässt sich alles über ein google apps konto enforcen.

aber ich versteh deinen punkt.

Lizenz?

wie läuft das Lizenztechnisch??? Dürfen die da einfach kostenlos ein Windows emulieren/virtualisieren?

Was meinen die mit Windows Apps?

Sind das die Spielereien aus dem Store, oder richtige Desktopanwendungen?

Wie viele Firmen, die noch immer auf XP einsetzen haben - glaubst du - Applikationen aus dem Store installiert?

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