Smartphones: Android dominiert, Blackberry stürzt ins Bodenlose

13. Februar 2014, 10:22
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Windows Phone verliert zu Weihnachten, iOS im Gesamtjahr

Die Marktforscher von IDC haben neue Quartalszahlen zum Smartphone-Markt vorgelegt. Errechnet wurden ausgelieferte Geräte nebst Betriebssystem. Im Jahresvergleich ergeben sich damit interessante Entwicklungen.

Android weiter stark

Im Jahresvergleich konnte sich Android stark behaupten. Mit nunmehr 226,1 Millionen ausgelieferten Geräten liegt Googles Betriebssystem bei einem Marktanteil von 78,1 Prozent. Im vierten Quartal 2012 waren es noch 70,3 Prozent und 161,1 Millionen Telefone. Im Herbst war zwischenzeitlich die 80-Prozent-Marke geknackt worden.

Leichter Rückgang für iOS

In relativen Zahlen gesehen schrumpft hingegen der Marktanteil von Apple von 20,9 Prozent auf 17,6 Prozent. Mit 51 Millionen ausgelieferten iPhones konnte man absolut gesehen jedoch zulegen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab IDC noch 47,8 Millionen ausgelieferte Geräte an. Im Gesamtjahr sank der Marktanteil von 18,7 auf 15,2 Prozent.

Windows Phone mit Rückgang im Weihnachtsquartal

Microsofts Betriebssystem Windows Phone konnte leicht zulegen. 8,8 Millionen Smartphone-Auslieferungen ergeben in den letzten drei Monaten des Jahres 2013 einen Marktanteil von drei Prozent – ein Plus von 0,4 Prozent bei einer Zunahme um 2,2 Millionen gelieferter Devices.

Allerdings ist im Vergleich zum dritten Quartal in absoluten und relativen Zahlen eine negative Entwicklung zu sehen. Von Juli bis September lag man noch bei 3.6 Prozent und 9,5 Millionen Lieferungen.

Blackberrys rasante Talfahrt setzt sich fort

Blackberry konnte die eigene Talfahrt auch im Weihnachtsgeschäft nicht bremsen. Sowohl im Jahres-, als auch im Quartalsvergleich büßte man weiter drastisch ein. Der einstige Smartphone-Pionier konnte nur noch 1,7 Millionen Geräte ausliefern und liegt damit bei einem Marktanteil von 0,6 Prozent.

Im letzten Viertel von 2013 lag man noch bei 7,4 Millionen Lieferungen und 3,2 Prozent Marktanteil, im dritten Quartal betrug das Liefervolumen immerhin noch 4,5 Millionen Geräte bei 1,7 Prozent Marktanteil. Mittlerweile ist man in der Reihung hinter die "sonstigen" Systeme gerutscht, die IDC aktuell mit zwei Millionen Geräten und 0,7 Prozent Marktanteil listet. Der neue CEO, John Chen, der Thorsten Heins im November ablöste, steht vor einer schweren Aufgabe.

Duopol

Der Gesamtmarkt wird nunmehr so stark von Android und iOS dominiert, wie nie zuvor. 95,7 Prozent aller ausgelieferten Geräte des Weihnachtsquartals (93,8 Prozent im Gesamtjahr) laufen entweder mit dem Betriebssystem aus Mountain View oder Cupertino. Insgesamt wurden 2013 mehr als eine Milliarde Smartphones ausgeliefert. Mit 289,6 Millionen zog das Wachstum zu Jahresende im Jahresvergleich um 26,5 Prozent an.

Smartphone-Preise fallen weiter

IDC liefert auch Daten zur Preisentwicklung. Der Durchschnittspreis sank zwischen 2010 und 2013 bei allen Geräten unabhängig vom Betriebssystem und liegt im Schnitt bei 335 Dollar. Den deutlichsten Preisverfall, auch für 2013 gerechnet, ermittelte man bei Windows Phone, wo der Verkaufspreis nun bei etwa 301 Dollar pro Handy liegt. (red, derStandard.at, 13.02.2014)

 

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IDC

  • Auch Thorsten Heins, der Anfang 2012 an die Spitze des Blackberry-Konzerns gerückt war, konnte den Absturz nicht bremsen. Nun darf sich John Chen versuchen.
    foto: ap

    Auch Thorsten Heins, der Anfang 2012 an die Spitze des Blackberry-Konzerns gerückt war, konnte den Absturz nicht bremsen. Nun darf sich John Chen versuchen.

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