Kein Fußball im HHH

Kolumne12. Februar 2014, 17:22
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Auf einen Abstecher im Holland Heineken House

Es ist allerhöchste Zeit geworden, dem Holland Heineken House, genannt HHH, einen Besuch abzustatten. Russlands Präsident Wladimir Putin war auch schon da, der niederländische König Willem-Alexander und seine Frau Maxima sind Stammgäste. Die Hochwohlgeborenen sind das auch in der der Adler Arena, in der die Eisschnellläufer ihre Runden drehen und die mit orangen Sesseln ausgestattet ist. Viele Menschen, die auf diesen sitzen, sind orange gewandet.

Die olympische Welt der Niederländer ist das Eisschnelllaufen, in dieser Übung gewinnen sie nahezu täglich. 2500 Fans sind nach Sotschi gekommen, um sich daran zu erfreuen. Im Gegensatz zum Austria House Tirol, welches sich in Krasnaja Poljana in den Bergen befindet, steht das HHH direkt am Schwarzen Meer und unweit des olympischen Parks und also der Adler Arena. Am Dienstagabend wurde im HHH Margot Boer abgefeiert, die Bronzene über 500 Meter. Sie lachte mit den Scheinwerfern um die Wette, und Miss Montreal spielte auf. Boer besorgte den Niederländern die bereits achte Medaille bei diesen Spielen, am Mittwoch kamen noch zwei dazu. Zur Bühne führt ein Weg, auf dem die Medaillengewinner zu dieser schreiten. Auf den Weg werden immer neue Ehrentafeln geklebt.

Trotzdem fällt einem ein, dass am Donnerstag nächster Woche Ajax Amsterdam und Red Bull Salzburg in der Europa League gegeneinander Fußball spielen, was man sich zwecks Atmo-Schnuppern im HHH anschauen könnte. Kann man nicht, teilt die verantwortliche Dame mit, das HHH sperrt um ein Uhr früh Ortszeit zu, da ist das Spiel noch im Gange. Außerdem geht es hier um das Eisschnelllaufen. (Benno Zelsacher, DER STANDARD, 13.02.2014)

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