Kiews Bürgermeister muss nicht vor Gericht

12. Februar 2014, 16:53
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Olexander Popow muss sich nicht wegen Dutzender Verletzter auf dem Maidan verantworten

Kiew/Moskau - Olexander Popow, Bürgermeister von Kiew und Wolodimir Siwkowitsch, stellvertretender Leiter des nationalen Sicherheitsrates, werden nicht wegen der gewaltsamen Auflösung von Protesten zur Verantwortung gezogen, teilte die Staatsanwaltschaft von Kiew am Mittwoch mit.

Popow und Siwkowitsch waren des Machtmissbrauchs beschuldigt worden, weil sie den Polizeichef der Hauptstadt zum Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten gedrängt haben sollen. Die Bereitschaftspolizei hatte in der Nacht vom 29. auf den 30. November eine Demonstration auf dem Unabhängigkeitsplatz gewaltsam aufgelöst. Unter den Dutzenden Verletzten waren zahlreiche junge Menschen. Der Einsatz heizte die Wut der Demonstranten zusätzlich an, eine Welle beispielloser Proteste gegen die Regierung war die Folge.

Der Unabhängigkeitsplatz, auch Maidan genannt, ist seit drei Monaten von Regierungsgegnern besetzt. Auslöser der Protestbewegung war die Entscheidung von Präsident Wiktor Janukowitsch, sich von der EU abzuwenden und Russland anzunähern. (APA, 12.2.2014)

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