ÖSV-Kombinierer enttäuschen beim Auftakt

12. Februar 2014, 17:01
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Eric Frenzel holte im ersten Bewerb der Kombinierer Gold. Überraschend war das nicht. Genauso wenig wie das Abschneiden der ÖSV-Athleten, für die das Podest außer Reichweite war

Krasnaja Poljana - "Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, den Traum von Gold wahrgemacht zu haben." Eric Frenzel ist 25 Jahre alt. Als nordischer Kombinierer hat er nunmehr alles gewonnen, was man in seiner Sportart gewinnen kann. Zuletzt Olympia-Gold. Nach einem überragenden Sprung von der Normalschanze und zehn Kilometer Langlauf setzte sich der Deutsche am Mittwoch vor dem Japaner Akito Watabe (+4,2 Sekunden) und dem Norweger Magnus Krog (+8,1 Sekunden) durch.

Christoph Bieler landete als bester Österreicher unmittelbar vor Lukas Klapfer auf Rang elf. Mario Stecher wurde 18., Wilhelm Denifl 19. Eine große Medaillenchance hatten sich Österreichs Athleten schon im Vorhinein nicht ausrechnen dürfen, die Saisonleistungen waren durchwachsen. Ganz anders Frenzel, der heuer bereits sieben Weltcupbewerbe für sich entschieden hatte. Den Gesamt-Weltcup gewann er schon in der Vorsaison. Den ersten Einzel-WM-Titel holte der Sachse 2011 in Oslo, den zweiten 2013 in Val di Fiemme. Den zweiten Olympiasieg kann sich Frenzel in Sotschi holen. Am Dienstag steht der Bewerb von der Großschanze auf dem Programm. Frenzel ist Favorit.

"Saueng"

Am Mittwoch legte er die Basis für seinen Erfolg und Deutschlands fünfte Goldmedaille in Sotschi auf der Schanze. 103 Meter sprang er weit, Watabe landete zweieinhalb Meter vorher. Klapfer ging nach einer Weite von 99 Metern als fünfter und erster Österreicher 30 Sekunden nach Frenzel in die Loipe. Als guter Langläufer durfte er sich noch gewisse Hoffnungen machen. Eine Zeitlang lief der 28-jährige Steirer in der großen ersten Verfolgergruppe hinter dem führenden Duo mit, musste aber abreißen lassen.

"Ich wusste, dass es saueng zugeht. Es muss einfach alles passen für eine Medaille. Ich habe mir im Langlauf von Anfang an schwergetan. Zuerst war das Tempo so niedrig, dann wurde es so schnell, dass ich und der Christoph abgerissen sind, damit war es für uns vorbei", sagte Klapfer. Bieler, als 13. in die Loipe gegangen, war mit seinem Lauf zufrieden: "Ich bin fast das ganze Rennen mit den besten Läufern der Welt in der Gruppe gewesen. Das Problem war, dass ich zum Schluss hinaus zu schlecht positioniert war", sagte der 36-jährige Tiroler. Die Lücke sei dann bei jedem Stieg um ein Stückerl größer geworden. "Liegenlassen habe ich es definitiv auf der Schanze." (sid, APA, rie, DER STANDARd, 13.2.2014)

Nordische Kombination, Einzelbewerb von der Normalschanze mit 10 km Langlauf

1. Eric Frenzel (GER) 23:50,2 Min. (1. im Springen/12. im Langlauf)
2. Akito Watabe (JPN) +4,2 Sek. (2./10.)
3. Magnus Krog (NOR) 8,1 (20./2.)
4. Alessandro Pittin (ITA) 9,3 (25./1.)
5. Magnus Moan (NOR) 12,7 (15./4.)
6. Johannes Rydzek (GER) 17,3 (12./8.)
7. Lukas Runggaldier (ITA) 19,7 (21./3.)
8. Fabian Rießle (GER) 29,4 (19./6.)
9. Tino Edelmann (GER) 37,0 (5./16.)
10. Haavard Klementsen (NOR) 38,2 (9./14.)
11. Christoph Bieler (AUT) 40,2 (11./13.)
12. Lukas Klapfer (AUT) 1:04,3 Min. (5./26.)

Weiters:
18. Mario Stecher (AUT) 1:12,6 (23./15.)
19. Wilhelm Denifl (AUT) 1:16,2 (16./24.)

  • Eric Frenzel lässt sich bereits feiern, während Wilhelm Denifl (li) und Mario Stecher noch durchschnaufen.
    foto: apa/ schlager

    Eric Frenzel lässt sich bereits feiern, während Wilhelm Denifl (li) und Mario Stecher noch durchschnaufen.

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