Europas Leitbörsen zu Mittag leicht im Plus

12. Februar 2014, 14:10
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch am frühen Nachmittag leicht im Plus tendiert. Der Euro-Stoxx-50 gewann 15,30 Einheiten oder 0,50 Prozent auf 3.092,38 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.50 Uhr mit 9.550,52 Punkten und einem Plus von 71,75 Einheiten oder 0,76 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann 9,13 Zähler oder 0,14 Prozent und steht nun bei 6.681,79 Stellen.

Für Optimismus sorgten am Vormittag bereits Kommentare der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie will ungeachtet der schleppenden Konjunkturerholung in den USA die milliardenschweren Geldspritzen weiter verringern. Die Geldpolitik der Fed werde aber noch lange nach Einstellung der Wertpapierkäufe locker bleiben.

Bei der Bank of England (BoE) gibt es ebenfalls keine Zinserhöhung. Die britische Notenbank hat ihr Billiggeldversprechen (Finanzjargon: "Forward Guidance") nach nur sechs Monaten von der Entwicklung der Arbeitslosenquote entkoppelt. Das geht aus dem Inflationsbericht hervor, den Notenbankchef Mark Carney in London vorgestellt hat. Der Leitzins dürfte also auch auf dem historischen Tiefstand von 0,5 Prozent bleiben, wenn die Quote unter 7,0 Prozent fällt.

Zu den Gewinnern gehörten zu Mittag Konsumgüterhersteller sowie Autohersteller und -zulieferer. Die Papiere von BIC notierten am frühen Nachmittag mit plus 7,45 Prozent. Der deutsche Autobauer Volkswagen legte um 2,05 Prozent zu.

Die Aktie von ThyssenKrupp gewann an 2,31 Prozent. Die Stimmung im Stahlsektor habe sich spätestens mit der Zahlenvorlage weiter deutlich verbessert, sagte ein Händler. Denn beim weltgrößten Stahlkonzern wächst trotz eines neuerlichen Verlustes die Hoffnung auf ein Ende der jahrelangen Talfahrt. Auf Wochensicht steht bei den Anteilen am Essener Stahlkonzern ein Plus von fast sieben Prozent zu Buche.

Der niederländische Finanzkonzern ING lag mit plus 4,72 Prozent ebenfalls im Spitzenfeld. Das Unternehmen hat das vom Umbau geprägte Jahr 2013 mit einem Gewinnrückgang abgeschlossen. Unter dem Strich stand noch ein Überschuss von 3,2 Milliarden Euro, wie das im Euro-Stoxx-50 notierte Unternehmen mitteilte.

Auch für französische Banken sah es am frühen Nachmittag gut aus. Societe Generale verzeichneten ein Plus von 5,33 Prozent und die BNP Paribas stiegen um 2,09 Prozent. Die französische Großbank Societe Generale hat die Finanzkrise im vergangenen Jahr nach eigenem Bekunden endgültig abgeschüttelt und will nun wieder wachsen. Die Aufräumarbeiten in der Bilanz seien abgeschlossen, sagte Vorstandschef Frederic Oudea bei der Vorlage der Bilanz für 2013. Im vierten Quartal blieben unter dem Strich 322 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 471 Millionen. (APA, 12.2.2014)

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