Einen Vollidioten gibt es auch in Madrid

12. Februar 2014, 11:02
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Ronaldo wurde von einem Feuerzeug getroffen, Real stellt trotzdem einen Rekord auf

Madrid - Der Schock über die Feuerzeugattacke auf Weltfußballer Cristiano Ronaldo überschattete bei Real Madrid kurzzeitig den historischen Erfolg. Erst als der Doppeltorschütze nach dem 2:0 im Rückspiel des Cup-Halbfinales beim Lokalrivalen Atlético Entwarnung gegeben hatte, überwog der Stolz bei den Königlichen. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs schaffte es ein Team, ohne Gegentreffer ins Finale einzuziehen (Torverhältnis 13:0).

"Ich habe eine kleine Beule, aber es ist nicht schlimm", sagte der Portugiese, der kurz nach dem Halbzeitpfiff beim Gang in die Kabine von dem gelben Wurfgeschoss getroffen worden war. Der 29-Jährige wurde kurz auf dem Platz behandelt, konnte aber dann weiterspielen. Es war der Aufreger des Spiels, das nach den beiden frühen Elfmetertoren längst entschieden war. Bereits das Hinspiel hatte Real klar mit 3:0 gewonnen.

"Es gibt immer irgendeinen Vollidioten, der die Stimmung zerstört. Aber das ist nicht repräsentativ für ihre Fans", sagte Real-Torhüter Iker Casillas. Der unterlegene Gastgeber war dagegen mehr als glücklich, dass dem Ausnahmespieler nicht mehr passierte. "Ich bin froh, dass Cristiano keine Probleme hat, es war ein isolierter Vorfall", sagte Vizepräsident Clemente Villaverde. Sowohl dem mittlerweile identifizierten Übeltäter als auch dem Klub drohen saftige Strafen. Eine Stadionsperre bis hin zu drei Begegnungen ist möglich. Eine Geldstrafe gilt als sicher.

Wenige Minuten vor dem Wurf stand Ronaldo ebenfalls im Mittelpunkt, diesmal allerdings als Verursacher. Und auch dabei durften alle Beteiligten froh sein, dass nicht mehr passierte. Bei einem Kopfballduell hatte er Javier Manquillo gefoult, dieser überschlug sich und landete unglücklich mit dem Kopf auf dem Boden. Noch in der Halbzeitpause wurde der 19-Jährige ins Krankenhaus gebracht, dort stellten die Ärzte eine Halswirbelstauchung fest. Medienberichten zufolge erkundigte sich Ronaldo nach dem Spiel telefonisch bei Manquillo nach dessen Gesundheitszustand. (sid, red, DER STANDARD, 13.2.2014)

 

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