Betrüger versuchen aus "Flappy Bird"-Rückzug Profit zu schlagen

12. Februar 2014, 10:53
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Nach Entfernung aus dem Play Store kursieren auf SMS-Betrug ausgerichtete Varianten

Es gab wohl selten ein solch minimalistisches Spiel, das solch eine Aufregung verursacht hat wie "Flappy Bird". Nach der millionenfachen Verbreitung, und dem überraschenden Rückzug durch den Entwickler, folgt nun das, was kommen musste: Malware-Autoren versuchen das Verwirrspiel für ihre eigenen Zwecke zunutze zu machen.

SMS-Betrug

Sowohl Sophos als auch Trend Micro berichten von einer Reihe von als Flappy Bird getarnten Trojanern, die derzeit ihr Unwesen treiben. Einmal installiert versuchen diese vornehmlich über kostenpflichtige SMS an Mehrwertnummern das schnelle Geld zu machen. Zudem werden auch diverse privaten Daten im Hintergrund nach außen verschickt.

Ratschläge

Wie immer bei solchen Vorfällen gilt der Hinweis, keine Apps aus nicht vertrauenswürdigen Quellen zu installieren. In den offiziellen Play Store ist bisher keine solcherart modifizierte App gelangt. Im konkreten Fall ist dies natürlich leichter gesagt als getan, da das Spiel aus dem Play Store entfernt wurde, also derzeit überhaupt nur auf einem alternativen Weg besorgt werden kann.

Verbreitung

Trotzdem ist die reale Verbreitung derzeit offenbar noch eher gering, und dabei vor allem auf Russland und Vietnam konzentriert. Wer sich das Spiel unbedingt aus Drittquellen besorgen will, sollte dennoch genau auf die von der App eingeforderten Berechtigungen achten. Die mit dem Trojaner ausgestattete Variante verlangt zusätzlich die Erlaubnis zur Versendung von SMS. Bei aktuellen Android-Versionen wird außerdem beim Versand einer Premium-SMS vor den damit verbundenen Kosten gewarnt. (red, derStandard.at, 12.2.2014)

  • Über SMS-Betrug versuchen Unbekannte Profit aus dem Flappy-Bird-Rückzug zu schlagen.
    screenshot: sophos

    Über SMS-Betrug versuchen Unbekannte Profit aus dem Flappy-Bird-Rückzug zu schlagen.

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