Europas Leitbörsen fester

12. Februar 2014, 10:34
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Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.00 Uhr um 17,92 Einheiten oder 0,58 Prozent auf 3.095,00 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.522,64 Punkten und einem Plus von 43,87 Einheiten oder 0,46 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 6,45 Einheiten oder 0,10 Prozent auf 6.679,11 Zähler.

Für Optimismus sorgten die Kommentare der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie will ungeachtet der schleppenden Konjunkturerholung in den USA die milliardenschweren Geldspritzen weiter verringern - "in maßvollen Schritten". Die Geldpolitik der Fed werde aber noch lange nach Einstellung der Wertpapierkäufe locker bleiben.

Zu den Gewinnern gehörten im frühen Handel Konsumgüter und Autoteile. Papiere von Volkswagen etwa notierten mit plus 1,75 Prozent.

Der niederländische Finanzkonzern ING lag im Vormittagshandel im Spitzenfeld. Das Unternehmen hat das vom Umbau geprägte Jahr 2013 mit einem Gewinnrückgang abgeschlossen. Unter dem Strich stand noch ein Überschuss von 3,2 Milliarden Euro, wie das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Das waren 22,3 Prozent weniger als 2012, damals hatten Verkäufe für einen Sondergewinn gesorgt. Bereinigt um solche Einmaleffekte stand aber ein kräftiges Plus von mehr als einem Fünftel auf 3,26 Milliarden Euro in den Büchern. Die Papiere notierten mit plus 4,97 Prozent.

Auch für französische Banken sah es am Vormittag gut aus. Die Societe Generale verzeichnete plus 4,60 Prozent, die BNP Paribas stieg um 1,54 Prozent. Die französische Großbank Societe Generale hat die Finanzkrise im vergangenen Jahr nach eigenem Bekunden endgültig abgeschüttelt und will nun wieder wachsen. Die Aufräumarbeiten in der Bilanz seien abgeschlossen, sagte Vorstandschef Frederic Oudea bei der Vorlage der Bilanz für 2013. Im vierten Quartal blieben unter dem Strich 322 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 471 Millionen, weil die Bank damals hohe Abschreibungen vornehmen musste. Diese sanken nun um fast 90 Prozent.

In Deutschland erreichte der Mobilfunkanbieter Drillisch ein Rekordhoch. Die Bestätigung der Ergebnisprognose für 2014 kam an der Börse gut an: Die Papiere kletterten kurz nach Marktöffnung 2,22 Prozent nach oben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde im laufenden Jahr zwischen 82 und 85 Millionen Euro liegen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Drillisch will für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 1,60 Euro je Anteilschein ausschütten. Mindestens dieser Betrag soll auch in diesem und dem kommenden Jahr fließen. (APA, 12.2.2014)

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