Bing soll Suchanfragen auf Chinesisch auch außerhalb Chinas zensurieren

12. Februar 2014, 09:33
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Laut Aktivisten ergeben chinesischsprachige Anfragen regierungsfreundliche Resultate, selbst wenn sie im Ausland durchgeführt werden

Microsoft sieht sich heftiger Kritik ob seiner Bing-Suchmaschine ausgesetzt. Laut chinesischstämmigen Aktivisten verändert diese Suchresultate je nachdem, ob man die Anfrage in einer chinesischen Sprache oder auf Englisch durchführt. So unterschieden sich die Ergebnisse laut "Guardian" beispielsweise bei den Suchbegriffen "Dalai Lama" und "Tiananmen-Proteste" deutlich.

Microsoft: Fehler, keine Absicht

Der Redmonder Softwarekonzern dementiert, absichtlich Resultate verändert zu haben. Eine Kombination aus Systemfehlern und falschen Zuordnungen solle die Resultate verändert haben. Auf dem chinesischen Staatsgebiet müssen Suchmaschinen strenge Regeln erfüllen, die Regierungsbehörden sind bekannt für massive Onlinezensur. (fas, derStandard.at, 12.2.2014)

Links:

Guardian

  • Suchanfragen nach dem Dalai Lama ergeben je nach benutzter Sprache unterschiedliche Resultate
    foto: reuters/utpal baruah

    Suchanfragen nach dem Dalai Lama ergeben je nach benutzter Sprache unterschiedliche Resultate

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