Höchstrangiges Treffen zwischen Nord- und Südkorea seit Jahren

12. Februar 2014, 06:29
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Regierungsvertreter tagten im Grenzort Panmunjom unter anderem zu Verwandtentreffen

Seoul - Zwischen Nord- und Südkorea hat es am Mittwoch das höchstrangig besetzte Gespräch seit Jahren gegeben. Die Delegationen beider Seiten kamen laut südkoreanischen Angaben im Grenzdorf Panmunjom zusammen, eine offizielle Tagesordnung gab es nicht.

Die Abgesandten Seouls wollten nach eigenen Angaben unter anderem über das anstehende Zusammentreffen von Familienangehörigen sprechen, die seit dem Korea-Krieg (1950-53) getrennt sind.

Die südkoreanische Delegation wurde von Kim Kyou-hyun geführt, dem Vizedirektor für Nationale Sicherheit in der Regierung von Präsidentin Park Geun-hye. Er äußerte vor dem Gespräch die Hoffnung auf "ein neues Kapitel auf der koreanischen Halbinsel".

Nach südkoreanischen Angaben war es das hochrangigste Treffen seit 2007. Die stalinistische Führung in Pjöngjang habe um das Treffen gebeten. In nordkoreanischen Medien wurde über das Treffen zunächst nicht berichtet.

Die Regierungen in Seoul und Pjöngjang hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, erstmals seit Jahren wieder ein Familientreffen abzuhalten. Demnach soll es vom 20. bis 25. Februar im Feriengebiet Kumgang in Nordkorea stattfinden. Ein im September angesetztes Familientreffen war von Pjöngjang kurzfristig abgesagt worden.

Verzicht auf südkoreanisches Frühjahrsmanöver gefordert

Das kommunistische Regime in Nordkorea hatte zuletzt Vorschläge für Aussöhnungsmaßnahmen gemacht. Unter anderem sollten beide koreanische Staaten jede Provokation unterlassen. Die Vorschläge waren allerdings mit dem Aufruf verbunden, dass das südkoreanische Militär seine üblichen Frühjahrsmanöver mit den USA streicht. Dies hatten beide Länder strikt abgelehnt.

Das Programm zu den Familientreffen, in dessen Rahmen bisher tausende Menschen kurzzeitig ihre Angehörigen sehen konnten, hatte im Jahr 2000 begonnen. Derzeit stehen etwa 72.000 Südkoreaner auf einer offiziellen Warteliste. (APA, 12.2.2014)

  • Die südkoreanische Verhandlungsdelegation bricht zum Grenzort Panmunjom auf.
    foto: ap photo/yonhap, kim ju-song

    Die südkoreanische Verhandlungsdelegation bricht zum Grenzort Panmunjom auf.

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