Geldsegen für Bayern: 110 Millionen von der Allianz

11. Februar 2014, 21:06
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Versicherungskonzern steigt beim deutschen Meister ein - Präsident Hoeneß: "Ein großer Tag"

München - Bayern München hat einen neuen Millionen-Deal abgeschlossen. Der Versicherungskonzern Allianz wird dritter Anteilseigner der FC Bayern AG. Die Partnerschaft spült den Münchnern 110 Millionen Euro in die Kassen. Das bestätigten der FC Bayern und die Allianz am Dienstagabend.

Der Versicherungskonzern Allianz wird nach Adidas und dem Audi der dritte große Teilhaber der FC Bayern AG. Der Sportartikel-Hersteller hatte im Jahr 2001 noch 75 Millionen Euro für 10 Prozent gezahlt. Die Auto-Schmiede folgte dann 2009 mit 90 Millionen für 9,09 Prozent.

Dass die Allianz mehr Geld für weniger Anteile bezahlt, liegt am seit 2001 gestiegenen Wert des Bundesliga-Tabellenführers, der im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 432,8 Millionen vermelden konnte. Mit dem Allianz-Einstieg erfolgt eine Kapitalerhöhung - die drei Konzerne halten künftig je 8,33 Prozent am FC Bayern. Hauptanteilseigner bleibt satzungsgemäß der Verein mit seinen Mitgliedern - mit 75 Prozent der Aktien.

"Für den FC Bayern ist dies heute ein großer Tag", sagte Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß. "Wir haben diese Entscheidung einstimmig im Präsidium und Verwaltungsbeirat des Vereins getroffen. Mit den drei bayerischen Unternehmen Allianz, Adidas und Audi ist der FC Bayern ein Triple-A mit seinen Partnern. Es ist ein Traum - wir sind sehr stolz darauf, zeigt dies doch die Stärke dieses Vereins."

Akademie und Stadion-Entschuldung als Prioritäten

Das frische Geld soll erst einmal nicht in die Mannschaft investiert werden, sondern für die Entschuldung der Arena und den Neubau der Nachwuchsakademie hatte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge angedeutet: "Wir investieren in Steine und nicht in Beine, das ist derzeit unser vordringliches Ziel." Wann der Umzug der Nachwuchsakademie vom Vereinssitz Säbener Straße ansteht, ließ der 58-Jährige offen.

Die Arena, an dem die Allianz bereits seit der Einweihung 2005 die Namensrechte hält und sich diese mit einer Option bis 2041 gesichert hat, wäre somit sofort abbezahlt. Die Bayern wären schuldenfrei und hätten jährlich etwa 30 Millionen Euro mehr für andere Zwecke zur Verfügung. (sid/APA/red - 11.2. 2014)

  • Präsident Hoeneß: "Wir sind sehr stolz."
    foto: apa/epa/steffen

    Präsident Hoeneß: "Wir sind sehr stolz."

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