Das beste Stück ... nachgefragt bei Julius von Bismarck

Kolumne16. Februar 2014, 18:36
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Michael Hausenblas fragt den Künstler Julius von Bismarck, warum es unbedingt ein alter Volvo sein muss

"Ich halte das Auto für eines der bedeutungsvollsten Objekte unserer Kultur, im negativen wie im positiven Sinne. Ich habe dies auch im Rahmen zweier Kunstwerke thematisiert. Mit einem Volvo 940 bin ich schon von meinen Eltern zur Schule gefahren worden. Das ist allerdings eine ganze Weile her.

Das Modell ist eines der letzten, das noch so richtig funktioniert. Der Wagen hält einfach ewig, oder sagen wir mal gut und gern 20 Jahre lang. Dadurch kann er auch durchaus als umweltfreundliches Auto bezeichnet werden. Der landet nicht so schnell auf dem Schrottplatz. Ich mag auch das Design sehr gerne, diese klaren Linien, die vor allem die Kombi-Variante aufweist.

Als Künstler muss ich viel in mein Studio in Berlin und auch wieder von dort wegtransportieren. Diesbezüglich ist der alte Volvo ebenfalls spitze, da passt sogar eine Europalette rein. Das Auto ist ein richtiger kleiner Laster." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 14.2.2014)

Julius von Bismarcks acht Meter große Installation "Public Face", die er mit Benjamin Maus und Richard Wilhelmer entwickelte, wird noch für einige Tage vom ehemaligen Philips-Gebäude auf dem Wienerberg leuchten.
www.juliusvonbismarck.com

  • Julius von Bismarck liebt an seinem Volvo 940 nicht nur die Langlebigkeit, sondern auch das klare Design und die Funktionalität.
    foto: nathan murrell

    Julius von Bismarck liebt an seinem Volvo 940 nicht nur die Langlebigkeit, sondern auch das klare Design und die Funktionalität.

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