Berlusconis Medienkonzern investiert in TV-Übertragungsrechte

11. Februar 2014, 14:49
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700 Millionen Euro für Champions League Matchs

Rom - Nach seinem Ausschluss aus dem Parlament konzentriert sich Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi immer mehr auf das TV-Geschäft. Seine TV-Gruppe Mediaset hat für den Zeitraum 2015 bis 2018 die Fernseh-Übertragungsrechte für die Fußball-Champions-League-Spiele erworben. 700 Millionen Euro legt Mediaset auf den Tisch, um sich für seinen Pay-TV-Kanal Premium die CL-Übertragungsrechte zu sichern.

Wegen des hohen Preises der TV-Rechte wird nicht ausgeschlossen, dass sich Mediaset einem ausländischen Partner öffnen wird. 250 Millionen Euro gibt Mediaset jährlich bereits aus, um die Serie-A-Spiele auszustrahlen. Premium zählt 2,2 Millionen Abonnenten in Italien.

Integration

Berlusconi hat zuletzt mit der Integration des Pay-TV-Geschäfts in Italien und Spanien, den beiden stärksten Märkten, begonnen, auf denen seine Holding Fininvest präsent ist. Zugleich bemüht er sich um den Einstieg neuer finanzstarker Partner in das Fernsehgeschäft. Die Aufsichtsräte von Mediaset und Mediaset Espana haben für die Gründung einer neuen Gesellschaft Grünes Licht gegeben, in die die Pay-TV-Gruppe Premium und die 22-prozentige Beteiligung an Digital Plus fließen sollen. Digital Plus ist die Pay-TV-Gesellschaft unter Kontrolle des spanischen Medienkonzerns Prisa, Herausgeber der namhaften spanischen Tageszeitung El Pais. An Prisa beteiligen sich auch der spanische Telekom-Konzern Telefonica und Mediaset mit jeweils 22 Prozent.

Mit seinem Geschäftssinn und ausgesprochenen Gespür für neue Trends könnte Berlusconi seinem Wirtschaftsimperium neue Impulse geben, was Mediaset dringend nötig hat. Italiens größter privater Medienkonzern verzeichnet nach zwei Jahren Rückgang wieder leichtes Wachstum bei den Werbeeinnahmen, berichteten italienische Medien. (APA, 11.2.2014)

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