Europas Leitbörsen schließen einheitlich mit klaren Gewinnen

11. Februar 2014, 18:18
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 44,55 Einheiten oder 1,47 Prozent auf 3.077,08 Zähler.

Auch zum Ende des Handelstages lag das Interesse der Investoren an Europas Börsen vor allem bei der ersten Rede der neuen US-Nationalbankchefin Janet Yellen. Heute Nachmittag sprach die designierte Federal-Reserve-Chefin zum Finanzausschuss des Repräsentantenhauses im US-Kongress. Yellen will die bisherige Geldpolitik ihres Vorgängers Ben Bernanke beibehalten. Seit Jahreswechsel hat die US-Notenbank die massiven Anleihenkäufe zur Ankurbelung der Wirtschaft gedrosselt.

Im Branchenvergleich waren im Euro-Stoxx-50 besonders die europäischen Autowerte gefragt. Goldman Sachs hatte die Wachstumsprognosen für den gebeutelten Autoumsatzmarkt in Westeuropa nach oben geschraubt.

So notierten im europäischen Leitindex die Papiere von BMW mit einem satten Plus von 2,99 Prozent bei 84,45 Euro. Der deutsche Oberklasse-Autobauer ist mit einem Absatzplus ins neue Jahr gestartet. Im Jänner verkauften die Münchner 7,8 Prozent mehr Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce als im Vorjahresmonat.

Auch Daimler-Anteilsscheine gingen mit einem deutlichen Plus von 3,69 Prozent bei 65,53 Euro aus dem Handel. Volkswagen gewannen 2,64 Prozent auf 194,70 Euro. Der deutsche Autohersteller hat dank Zuwächsen in Europa und China zu Jahresanfang mehr Autos verkauft als vor Jahresfrist.

Weniger Glück hatten L'Oreal, die mit einem deutlichen Abschlag von 3,26 Prozent bei 124,80 Euro die rote Laterne im Index hielten. Der französische Kosmetikriese und Nestle tauschen milliardenschwere Firmenanteile. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern verkauft einen Teil seiner L'Oreal-Beteiligung an die Franzosen. Im Gegenzug erhält Nestle die zweite Hälfte an der bisher gemeinsam mit L'Oreal betriebenen Dermatologie-Firma Galderma sowie 3,4 Mrd. Franken (2,78 Mrd. Euro) in bar.

In Frankfurt verloren bis am Ende des Börsentages die Metro-Aktien 2,23 Prozent auf 30,945 Euro. Der deutsche Handelsriese hat nach einem durchwachsenen Weihnachtsgeschäft seine Jahresprognose eingegrenzt. Konzernchef Olaf Koch stellte seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2013/14 einen operativen Gewinn vor Sonderfaktoren von "etwa 1,75 Mrd. Euro" in Aussicht. Er will den Aktionären auch wieder eine Dividende auszahlen können. (APA, 11.2.2014)

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