Schicksalsjahr 1934: Die Wiener Straßenbahner im Bürgerkrieg

Ansichtssache12. Februar 2014, 05:30
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Im Februar 1934 schossen Österreicher auf Österreicher. Im Bürgerkrieg kämpften Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe oft an vorderster Front

Alles begann mit Stillstand: Am 12. Februar 1934 wurde der Strom durch die E-Werke abgeschaltet, Straßen- und Stadtbahnen bewegten sich nicht mehr weiter – das vereinbarte Signal für den Beginn eines Generalstreiks. Gleichzeitig waren viele Straßenbahner in die Bürgerkriegs-Kampfhandlungen involviert; die schwersten Gefechte fanden rund um den Betriebsbahnhof Floridsdorf statt.

Die Wiener Linien erinnern zum 80. Gedenktag mit einer Ausstellung an die Rolle der Straßenbahner im Februar 1934 sowie an die Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr. Sehen Sie hier einige der Bilder aus der Schau.

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foto: bezirksmuseum hernals/wiener linien

1928, bevor der Konflikt ausgebrochen ist: Ottakringer Straßenbahner vor der Skulptur "Die Unbesiegbaren" im Hernalser Kongresspark. Die Wiener Chauffeure waren traditionell sozialdemokratisch und gewerkschaftlich organisiert. Der linke Freie Gewerkschaftsverband erzielte bei den Personalvertretungswahlen 1932 etwa 90 Prozent der Stimmen.

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