Stimmung gegen Fußgängerzone Mariahilfer Straße

11. Februar 2014, 12:20
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Wollen "Bürgerbrief" an alle Bezirkshaushalte schicken - Warnen vor Umwegen für Autofahrer, Kosten und Abwanderung von Geschäften

Wien - Im Vorfeld der Befragung zur Mariahilfer Straße fahren nicht nur die Wiener Parteien, sondern auch diverse Anrainergruppierungen ihre Geschütze auf. So will eine Handvoll Bürgerinitiativen ein Votum pro Fußgängerzone verhindern. Die Aktivisten warnten am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz unter anderem vor hohen Umbaukosten, der Abwanderung von Geschäften und Umwegen für Autofahrer.

"Es geht uns nicht darum, eine ökologische grüne Politik infrage zu stellen, aber hier geht es nicht um Grün, sondern um Sinnhaftigkeit", so Christian Jirik von der "Initiative pro 1070". Man habe wochenlang mit Anrainern Gespräche geführt - das Ergebnis: "Jeder ist sauer." Seiner Wahrnehmung nach seien gerade einmal "zwei bis drei Prozent" für den Umbau. Jiriks Schlussfolgerung: "Sollte bei der Befragung tatsächlich ein Ja herauskommen, dann würde ich die Frage stellen, ob das mit rechten Dingen zugegangen ist."

Bürgerbrief geplant

Im Kampf gegen die Mahü-Verkehrsberuhigung sind auch die Gruppierungen "Nein zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße", "www.agenda-stadt.at" und "Rettet die Burggasse" mit im Boot. Sie wollen - falls das nötige Geld noch aufgetrieben wird - allen Haushalten in Mariahilf und Neubau einen "Bürgerbrief" zukommen lassen. Darin ist mit Verweis auf das "Labyrinth aus Einbahnen" inklusive Parkplatzverminderung zu lesen, dass das Verkehrsberuhigungskonzept gescheitert sei.

Moniert wird außerdem, dass Gewerbetreibende und Arbeitnehmer nicht an der rot-grünen Befragung teilnehmen dürfen. Außerdem sei durch die lange Umbauphase der Shoppingmeile ein Abwandern von Geschäften und Privatpersonen und infolge eine Erhöhung der Mietpreise zu befürchten. Kritik gibt es zudem an den veranschlagten Neugestaltungskosten von 25 Millionen Euro.

Neben Gegnern gibt es auch Initiativen von Befürwortern der Verkehrsberuhigung. So hat etwa Szene-Gastronom Bernd Schlacher vor einigen Wochen bekanntlich eine Online-Plattform gestartet.

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