Putin zu Dialog mit Georgien: "Warum nicht?"

11. Februar 2014, 12:25
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Georgiens Vizeregierungschef: "Wir müssen einen Dialog beginnen, um unser Verhältnis zu normalisieren"

Moskau/Tiflis - Mehr als fünfeinhalb Jahre nach dem Kaukasuskrieg haben Georgien und Russland Interesse an direkten Gesprächen auf höchster Ebene signalisiert. "Wir müssen einen Dialog beginnen, um unser Verhältnis zu normalisieren", sagte der georgische Vizeregierungschef Kacha Kaladse am Dienstag in der Hauptstadt Tiflis.

Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin ein Treffen mit seinem georgischen Kollegen Georgi Margwelaschwili nicht ausgeschlossen. "Falls er will - warum nicht", hatte Putin am Rande der Olympischen Winterspiele in Sotschi gesagt.

Die Nachbarländer unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Georgien hatte in dem Krieg im August 2008 endgültig die Kontrolle über die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien verloren, die von Russland als unabhängig anerkannt wurden. Zuletzt hatten sich Moskau und Tiflis schrittweise angenähert. So darf nach jahrelangem Boykott die für ihren Weinbau berühmte Südkaukasusrepublik Georgien wieder Alkohol an den wichtigen Absatzmarkt Russland liefern. Anlässlich der Winterspiele wurde zudem eine direkte Flugverbindung von Tiflis nach Sotschi eingerichtet. (APA, 11.2.2014)

  • Vladimir Putin zu Gast im Chinesen-Haus in Sotschi.
    foto: ap/klimentyev

    Vladimir Putin zu Gast im Chinesen-Haus in Sotschi.

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