Google will altes Android auf neuen Smartphones unterbinden

11. Februar 2014, 12:00
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Softwarehesteller verschärft laut Bericht OEM-Zeritifizierung - Play Store und Co. gibt es nur mehr mit neuem Android

Selbst der Kauf eines eben erst veröffentlichten Android-Smartphones garantiert nicht, dass dieses auch mit einer aktuellen Version des mobilen Betriebssystems ausgestattet ist. Immer wieder kommen vor allem im Low-Cost-Bereich Geräte auf den Markt, die zum Teil mit grob veralteter Software ausgestattet sind. Laut einem Bericht von AndroidPolice will Google dem nun einen Riegel vorschieben.

Verschärfung

In Berufung auf ein internes Dokument heißt es, dass Google die Regeln für die Zertifizierung von Android-Geräten verschärft hat. Wer den Play Store und all die offiziellen Google-Apps - zusammengefasst die Google Mobile Services (GMS) - haben will, muss seine Geräte künftig zumindest mit einer halbwegs aktuellen Version ausstatten.

Ende

Während es bis vor kurzem theoretisch noch möglich war, ein Gerät mit Android 2.3 von Google abgesegnet zu bekommen, ist dies seit 1. Februar nicht mehr möglich. Auch Zertifizierungen für Android 3.x, 4.0 und 4.1 werden seit diesem Zeitpunkt nicht mehr angenommen. Wer ein Gerät mit Android 4.2 auf den Markt bringen will, kann sich dies noch bis 24. April von Google zertifizieren lassen, für Android 4.3 lautet der Endtermin 31. Juli.

Richtwert

Für künftige Androidversionen will Google demnach die GMS-Zertifizierung für ein damit ausgestattetes Gerät im Schnitt maximal neun Monate nach der Veröffentlichung durchführen. Dabei handelt es sich natürlich nur um einen Richtwert, der individuell angepasst werden kann, etwa wenn sich Google einmal länger zwischen zwei Android-Releases Zeit lässt.

Zeitablauf

Einschränkend sei erwähnt, dass die Zertifizierung durch Google nicht mit dem Marktstart übereinstimmen muss, ein Hersteller sich diese also schon Wochen vorher holen kann. Trotzdem sollte aus den neuen Regeln zumindest resultieren, dass neue Android-Smartphones nicht mehr mit grob veralteten Versionen auf den Markt kommen.

Wechsel

Wie erwähnt, ist diese Änderung vor allem für den Low-End-Bereich relevant, für den bis zuletzt Geräte mit Android 2.3 produziert wurden. Dies vor allem da Android aber der Version 4.0 deutlich umfangreicher geworden ist. Dies will Gogle nun offenbar nicht mehr gelten lassen, nachdem das mobile Betriebssystem mit Android 4.4 eine Schlankheitskur verpasst bekommen hat. (red, derStandard.at, 11.2.2014)

  • Zumindest bei neuen Geräten soll die Androidversionsvielfalt künftig reduziert werden.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Zumindest bei neuen Geräten soll die Androidversionsvielfalt künftig reduziert werden.

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