US-Astronom: "Intelligente Aliens könnten bis etwa 2040 entdeckt werden"

11. Februar 2014, 11:57
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Seth Shostak vom SETI-Institut geht davon aus, dass mindesten eine von einer Million analysierten Welten künstliche Signale aussendet

Es ist eine gewagte Prognose, basierend allerdings auf wissenschaftlichen Annahmen: Ein prominenter US-Astronom geht davon aus, dass die Entdeckung von intelligenten außerirdischen Lebensformen unmittelbar bevorsteht - vermutlich schon innerhalb der nächsten 25 Jahre.

Solle ET dort draußen existieren, dann müsste man nur genug Sternensysteme genauer unter die Lupe nehmen, um ihn auch anhand von künstlichen elektromagnetischen Signalen aufzuspüren, glaubt Seth Shostak vom SETI-Institut in Mountain View, Kalifornien. Bis etwa zum Jahr 2040 könnten die fortdauernde Analyse von fremden Sternen ein entsprechendes positives Ergebnis bringen, sagte Shostak am vergangenen Donnerstag während eines NASA-Symposiums zum Thema "Innovative fortschrittliche Konzepte" an der Stanford University.

"Anstatt wie bisher wenige Tausend Sternensysteme werden wir binnen 25 Jahren etwa eine Million Sterne näher untersucht haben", meinte Shostak. "Eine Million ist eine Auswahl, die mir groß genug erscheint, um etwas zu finden." Der Optimismus des Astronomen basiert zum Teil auf den Ergebnissen des Exoplanetenjägers "Kepler". Die Untersuchungen auf der Grundlage von Daten des Weltraumteleskops zeigen, dass die Milchstraße mehr Welten als gedacht beherbergt, die Leben, wie wir es kennen, hervorbringen könnten.

Milliarden lebensfreundliche Welten

"Bisherige Berechnungen lassen darauf schließen, dass einer von fünf Sternen mindestens einen Felsenplaneten in der lebensfreundlichen Zone aufweist", meint Shostak. "Und das ist ein phantastisch hoher Prozentsatz." Dies bedeute, dass es in unserer Heimatgalaxie Milliarden von erdähnlichen Welten geben könnte, so der Astronom.

Shostak und seine Kollegen glauben, dass zumindest einer dieser Exoplaneten auch intelligentes Leben hervorgebracht hat, Lebewesen also, die in der Lage sind, elektromagnetische Signale in den Kosmos auszusenden, so wie es die Menschheit bereits seit Jahrzehnten macht. Mit großen technologisch fortschrittlichen Radioteleskopen sei es möglich, diese Signale aufzufangen und zu analysieren. Doch auch das neue, riesige Weltraumteleskop "James Webb", dessen Start für 2018 vorgesehen ist, könnte bei der Suche nach Leben entscheidende Impulse liefern. (red, derStandard.at, 11.2.2014)

  • Sollte es tatsächlich intelligentes Leben in unserer Milchstraße geben, dann könnte es binnen 25 Jahren aufzuspüren sein, glaubt der US-Astronom Seth Shostak.
    illu.: nasa/red

    Sollte es tatsächlich intelligentes Leben in unserer Milchstraße geben, dann könnte es binnen 25 Jahren aufzuspüren sein, glaubt der US-Astronom Seth Shostak.

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