Gegen NSA-Spionage: Heute ist "The Day We Fight Back"

11. Februar 2014, 10:49
37 Postings

Weltweiter Aktionstag am ersten Todestag des Internetaktivisten Aaron Swartz

Vor genau einem Jahr hat der Reddit-Mitgründer und Internetaktivist Aaron Swartz Suizid begangen. Zu seinem Todestag haben mehrere Organisationen und Online-Plattformen die Initiative "The Day We Fight Back" gestartet als "Aktivismus-Tag gegen die NSA-Überwachung".

SOPA gestoppt

Der Internetaktivist hatte sich gegen die umstrittene SOPA-Gesetzesvorlage (Stop Online Piracy Act) eingesetzt, die 2012 gestoppt worden war. Auch daran soll die Initiative am 11. Februar erinnern.  Es war zudem vermutet worden, dass er als Informant für Wikileaks tätig war.

Anklage wegen Datendiebstahl

Swartz war vorgeworfen worden, Millionen Wissenschaftsartikel aus dem Computerarchiv JSTOR des MIT gestohlen und widerrechtlich im Internet veröffentlicht zu haben. Ihm stand ein Prozess bevor, der ihm eine Haftstrafe von bis zu 35 Jahren hätte einbringen können.

Noch vor Prozessbeginn hatte der seit Jahren an Depressionen leidende US-Amerikaner Suizid begangen. Seine Familie hatte damals die Regierung scharf für das Vorgehen gegen Swartz kritisiert.

Teilnehmer

An "The Day We Fight Back" beteiligen sich unter anderem Mozilla, die Electronic Frontier Foundation, Greenpeace, Tumblr, BoingBoing und Reddit. Ziel ist es, den Druck auf den Gesetzesgeber zu erhöhen, um die Massenüberwachung zu beenden, heißt es in einer Aussendung. Auf den Websites sollen unter anderem Banner und Informationen als Hinweis auf den Protest veröffentlicht werden.

Events und Cryptoparty in Graz

Zudem werden weltweit mehrere Protestevents und Demonstrationen gegen die NSA-Überwachung abgehalten. In Österreich findet in Graz am Abend eine "Cryptoparty für Alle" statt, bei der sich Interessierte über Verschlüsselung und Datenschutz informieren können. (Birgit Riegler, derStandard.at, 11.2.2014)

  • Am 11. Februar protestieren mehrere Unternehmen und Organisationen gegen Massenüberwachung.
    screenshot: red

    Am 11. Februar protestieren mehrere Unternehmen und Organisationen gegen Massenüberwachung.

Share if you care.